Mehr als gewohnt: Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung

Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Kooperationspartner 
Techniker Krankenkasse, BKK Bundesverband, Städte Halle, Hamburg, Fürth
Jahresbericht 
2007
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Themenfelder 
Laufzeit 
2006 bis 2009

Mit dem Projekt „Mehr als gewohnt: Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung“ sollten Strukturen, Prozesse und Projekte der kleinräumigen, gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung weiterentwickelt und evaluiert werden. Ziel der Analyse war es, einen praxistauglichen Implementationsansatz der Primärprävention für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auszuarbeiten. Zugleich sollte untersucht werden, inwieweit mit dem auf sozial benachteiligte Stadtteile konzentrierten Ansatz ein Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen geleistet werden kann.

Dieses Modell zur gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung wurde in drei Stadtteilen – Westliche Innenstadt (Fürth), Silberhöhe (Halle/Saale) und Altona Lurup (Hamburg) erprobt. Alle drei Gebiete waren Programmgebiete der Sozialen Stadt, unterschieden sich jedoch hinsichtlich ihrer Problemlagen, Handlungsbedarfe und Arbeitsstände der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einer Arbeitshilfe „Gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung“ dokumentiert, die Kommunen und Krankenkassen Hilfestellungen bei der Umsetzung und Qualifizierung der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung geben soll.

2007 wurden für alle drei Fallstudien die gesundheitliche Lage unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen dargestellt. Zudem wurden vor Ort, insbesondere in der Verwaltung und im weiteren Kontext der integrierten Stadtteilentwicklung, Strukturen zur Unterstützung der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung (z.B. Steuerungsgruppe Gesundheit in der Verwaltung) aufgebaut oder weiterentwickelt. Seitens der Vorort-Akteure wurden Anträge für Projekte und Maßnahmen vorbereitet, die 2008 durch den BKK-Bundesverband, die Landesverbände, die Techniker Krankenkasse sowie die beteiligten Kommunen gefördert wurden. Die Begleitforschung des Difu unterstützte und bewertete die Implementationsschritte vor Ort.

Fallstudienstädte/Involvierte Städte: Halle, Hamburg, Fürth