Radeln am Flussufer der Stadt Frankfurt
Übergreifende kommunale Themen | Umwelt & Klima

Umwelt- und Lebensqualität – eine systemische Betrachtung

Das Projektteam entwickelt eine Definition und ein Konzept der umweltbezogenen Lebensqualität. Dafür werden Umweltwirkungen auf zentrale Lebensqualitätsbereiche analysiert, Wechselwirkungen, Zielkonflikte und Grenzen aufgezeigt und ein Indikatoren-Pool sowie ein digitales Dashboard erstellt.

 

Der Sicherung einer hohen Lebensqualität kommt politisch eine hohe Bedeutung zu. Zahlreiche Initiativen – von EU-Strategien über OECD-Indizes bis hin zur deutschen Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland“ – betonen ihre Relevanz. Ökologischen Umwelteinflüssen und den damit verbundenen Risiken wird dabei ein besonderer Stellenwert für die individuelle Lebensqualität zugeschrieben, obwohl sie zu den schwierigsten messbaren Aspekten zählen. 

Vor dem Hintergrund der Beziehungen zwischen Umwelt- und Lebensqualität sowie der Frage, wie diese verbessert werden kann, ist eine systematische Betrachtung geeigneter Ziele und Indikatoren unerlässlich. Das gilt gleichermaßen für Wechselwirkungen, Synergien und Zielkonflikte. Individuelle Lebensqualität wird zwar von einem breiten Spektrum an Faktoren beeinflusst, jedoch gilt die Umwelt in der wissenschaftlichen Literatur als eine der bedeutendsten Determinanten der menschlichen Gesundheit. 

Die Wechselwirkungen zwischen Umwelt- und Lebensqualität lassen sich exemplarisch an der Luftqualität verdeutlichen. Sowohl direkte Belastungen durch Luftverschmutzung als auch indirekte Effekte – etwa durch die Bildung von Feinstaub oder Ozon wirken nachweislich stark auf die Gesundheit. Eine intakte Umwelt bildet mithin die Grundlage für ein gesundes Leben – und ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Umgekehrt wirkt sich auch die Art, wie die Umwelt genutzt wird, direkt auf deren Zustand aus. Nur ein nachhaltiger und ressourcenschonender Umgang kann ihre Qualität langfristig sichern.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer fundierten Definition und eines tragfähigen Konzepts der umweltbezogenen Lebensqualität. Das Projekt trägt damit dazu bei, den Einfluss der Umweltqualität auf ausgewählte Dimensionen der Lebensqualität – Gesundheit, Wohnen und Wohnumfeld, Mobilität, Ernährung sowie Erholung und Freizeit – in Gestalt von Wirkungsketten präzise herauszuarbeiten. Auf Basis des Konzepts wird ein Indikatoren-Pool zur Messung entsprechender Wirkungen entwickelt. Die Zusammenhänge werden in einem Dashboard visualisiert; dieses soll einen niederschwelligen, auch emotionalen Zugang ermöglichen und neue Kommunikationswege für die Vermittlung von Einflussfaktoren und Wechselwirkungen eröffnen. 

Projektleitung
Umwelt- und Lebensqualität – eine systemische Betrachtung; Konzept, Narrative und sozial-ökologische Indikatoren
bis
Umweltgerechtigkeit
Gesundheit
Wohnen
Lebensstile, Lebensweisen
Freizeit und Sport
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Umweltbundesamt (UBA)
Öko-Institut