Zusammenhalt braucht Räume – integratives Wohnen mit Zuwanderern

Themenfelder 
Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Auftraggeber 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit 
2017 bis 2020
Status 
laufend

Seit Oktober 2017 untersucht das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) gemeinsam mit der Universität Stuttgart, Fachgebiet Architektur- und Wohnsoziologie an der Fakultät Architektur und Stadtplanung, die sozialräumliche Integration von Geflüchteten und deren Vernetzung im städtischen Nachbarschafts- bzw. im ländlichen Siedlungsgefüge. Gefördert wird das Forschungsprojekt „Zusammenhalt braucht Räume – integratives Wohnen mit Zuwanderern“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderbereich „Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen“.

Projektanlass ist die Beobachtung, dass in verschiedenen Kommunen Wohnprojekte entstanden sind bzw. entstehen, die sich durch einen integrativen Ansatz auszeichnen. Statt die Konkurrenzsituation der Wohnungssuchenden zu verschärfen, entwickeln diese innovative Lösungsansätze, um die Kohäsion im Gemeinwesen zu stärken. Anhand dieser als Leuchttürme zu bezeichnenden Projekte sollen Strategien aufgezeigt werden, wie der soziale Zusammenhalt in Wohngebieten gestärkt und wie die Krise des Wohnungsmarktes produktiv überwunden werden kann.

Basis des interdisziplinären und transferorientierten Forschungsvorhabens ist die Bearbeitung und

Auswertung von etwa zehn Wohnprojekten. In einem zweiten Arbeitspaket werden mittels schriftlicher Befragungen (Kommunalbefragung, Befragung Wohnprojekte) und ergänzender Telefoninterviews kommunale Handlungsstrategien erhoben. Im Ergebnis soll ein bundesweiter Überblick zu Integrations- und Inklusionsprojekten gegeben und eine Bewertung ihrer integrativen Wirkungen sowie der Möglichkeiten der Verbreiterung und Übertragbarkeit als neue Modelle des sozialen Wohnens vorgenommen werden. Während der gesamten Projektlaufzeit soll die Forschung durch eine kontinuierliche Rückkoppelung der Forschungsbefunde mit der kommunalen Praxis in Form von Workshops und Netzwerktreffen qualifiziert werden. Zur Qualitätssicherung und Positionierung ist eine intensive Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Praxis- und Transferpartnern vorgesehen und die Einrichtung eines Projektbeirats, der das Forschungsprojekt beraten und begleiten wird.

Die Ergebnisse sollen hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf andere Kommunen geprüft und aufbereitet werden. Sie münden in unterschiedliche Produktformen, die sowohl die Forschungs-Community als auch kommunale Praxis und Politik adressieren.

Projektpartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) und wohnbund e.V.

Weitere Informationen:
Dr. Bettina Reimann, Projektleiterin im Difu, Tel. 030/ 39001-191, reimann@difu.de