Kommunale Überflutungsvorsorge: „Planer im Dialog“

Themenfelder 
Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Laufzeit 
2016 bis 2018
Status 
laufend

**VERANSTALTUNGSHINWEISE**

Am 26. Februar 2018 werden in Hamburg die Projektergebnisse im Rahmen einer kostenfreien Fachkonferenz mit Abendempfang vorgestellt und diskutiert. Zielgruppe ist vor allem die Leitungsebene aus kommunaler Politik und Verwaltung. Diese Veranstaltung wird vom Difu zusammen mit der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie und Hamburg Wasser durchgeführt - gefördert mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag und die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). Mehr Infos und Anmeldung: www.difu.de/11591

An den beiden darauf folgenden Tagen 27. und 28. Februar 2018 findet am gleichen Veranstaltungsort ein Difu-Seminar zum Thema "Überflutungsvorsorge und Starkregenmanagement: Integrierte Handlungsansätze" statt. Kooperationspartner ist dieHamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Auch hierzu laden wir herzlich ein: www.difu.de/11481


In den vergangenen Jahren haben Starkregenereignisse immer häufiger zu schweren Überflutungen in Kommunen geführt. Während einige Städte bereits sehr engagiert nach Lösungen suchen, sind die Überflutungsvorsorge und der Umgang mit extremen Starkregenereignissen bei der Mehrheit der Kommunen bislang eher wenig im Bewusstsein. Neben einer Reihe von Hemmnissen in den Kommunen, wie zum Beispiel ungeklärten Zuständigkeiten und Finanzierungsfragen oder fehlenden (etablierte) Vorgehensweisen existieren immer noch zu wenige Positivbeispiele. Zudem erfordert die Vorsorge als kommunale Gemeinschaftsaufgabe die Beteiligung, Einbindung, Kommunikation und Kooperation unterschiedlicher Akteure und erhöht die Komplexität von Planungs- und Verwaltungsvorgängen.

Vor diesem Hintergrund führt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) gefördert mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von Februar 2016 bis Februar 2018 das Projekt „Kommunale Überflutungsvorsorge - Planer im Dialog“ durch. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht das Ziel praxisbezogene Lösungen zu entwerfen und ausgewählten Kommunen konkrete Unterstützung bei der Einführung und Optimierung geeigneter Strukturen, Prozesse und Methoden einer koordinierten Überflutungsvorsorge zu geben. Dabei wird sowohl die Planung im Neubau als auch im Bestand bearbeitet.

Angelehnt an die Planspiel-Methode bearbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Stadt-, Straßen- und Grünflächenplanung bzw. Umwelt und Bauordnung sowie den Stadtentwässerungsabteilungen bzw. – falls ausgegliedert – den Stadtentwässerungsbetrieben von 15 ausgewählten Städten konkrete Aufgabenstellungen. Der vorbereitete und moderierte Erfahrungsaustausch und die Diskussion finden in eintägigen Werkstätten unter Nutzung von Materialien aus den beteiligten Städten (Bebauungspläne bzw. andere geeignete Grundlagen zur Risikobetrachtung) statt. Neben einer Sensibilisierung für das Thema stehen praxisorientierter Austausch zwischen den Fachressorts und modellhaftes Entwickeln von Herangehensweisen im Vordergrund der Werkstätten.


Kooperationspartner im Projekt sind folgende Städte sowie falls ausgegliedert die entsprechenden Stadtentwässerungsbetriebe oder -verbände:
Region West: Bonn, Hagen, Köln und Solingen
Region Süd: Kaiserslautern, Ludwigshafen, Nürnberg und Stuttgart
Region Nord: Hannover, Kiel, Lübeck und Oldenburg
Region Ost: Dresden, Jena und Magdeburg


Für das Projekt wurde ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet, der aus Vertretern von Difu, Deutscher Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Deutschem Städtetag (DST), einer Kommune, einem Ingenieurbüro und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Fördermittelgeber zusammengesetzt ist. Der Arbeitskreis hat beratende Funktion. Es sollen wichtige Hinweise aus der Praxis einfließen sowie Zwischenergebnisse und das weitere Vorgehen diswkutiert werden.

Um die Ergebnisse allen interessierten Kommunen zugänglich zu machen und möglichst öffentlichkeitswirksam zu verbreiten, werden die Ergebnisse der Werkstätten analysiert und aufbereitet sowie in Handlungsempfehlungen gebündelt. Diese werden auf einer abschließenden Veranstaltung, die in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) durchgeführt wird, vorgestellt.

Hinweise von interessierten Kommunen, die bereits konkrete Anknüpfungspunkte für eine Überflutungsvorsorge haben und das Thema mit mehreren Fachabteilungen bearbeiten, sind willkommen.