Stadtpolitik und das neue Wohnen in der Innenstadt – Anforderungen, Möglichkeiten, Probleme

Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Dipl.-Ing. Franciska Frölich v. Bodelschwingh, Dipl.-Sozialwirt Hasso Brühl (Projektltg.), Dipl.-Soz. Claus-Peter Echter , Dipl.-Geogr. Gregor Jekel
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Eigenprojekt Difu
Themenfelder 
Laufzeit 
2006 bis 2008

Die Innenstadt als Wohnort erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Über die Wiederkehr der Wohnfunktion der Innenstadt wird lebhaft in der Öffentlichkeit diskutiert. Auch bei Planern und Stadtpolitikern besteht die Hoffnung, mit der neu entfachten Debatte das Wohnen in die Innenstädte zurückzuholen und der „Verödung“ durch „neue Urbanität“ zumindest entgegenwirken zu können. Immer öfter veranstalten Städte öffentliche Workshops und Hearings, um in ihrer Stadt das Bewusstsein für neue Möglichkeiten des Innenstadtwohnens zu wecken und die Bedingungen hierfür auszuloten. Die fachliche Debatte zu dieser neuen Entwicklung verläuft noch relativ zurückhaltend, da eine Rückkehr der Wohnbevölkerung in die Stadt – hier in die Innenstadt – anhand der vorhandenen Daten noch nicht ausreichend dokumentiert werden kann, um auf einen generellen Trend schließen zu können. Stadtplanung soll jedoch die Möglichkeiten künftiger Entwicklungen einschätzen und entsprechendes Bewusstsein bei allen Akteuren schärfen.

Neben der Aufwertung einzelner Areale und Quartiere gibt es weitere wichtige Gründe, das Ziel „Neues Wohnen in der Innenstadt“ zu fördern. Anders als in den vergangenen Jahrzehnten sind es nicht die Wünsche und Forderungen einzelner Fachexperten und der von ihnen vertretenen Fachdisziplinen, vielmehr sind es die veränderten Rahmenbedingungen, die dieser Absicht bzw. Hoffnung einen realen Hintergrund verleihen und neue Möglichkeiten für das Wohnen in der Innenstadt eröffnen.

In der 2005 veröffentlichten Difu-Studie „Wohnen in der Innenstadt – eine Renaissance?“ wurden dazu grundlegende Überlegungen und Ergebnisse aus Großstädten (Leipzig, München, Hamburg, Berlin) vorgestellt. Darauf aufbauend wird im Nachfolgeprojekt untersucht, welche Bedingungen für innenstadtnahes Wohnen in Städten unterschiedlicher Größe vorliegen, was die Städte tun können, um die Wohnfunktion der Innenstadt zu stärken und welche Hindernisse und Probleme es dabei zu bewältigen gilt.

Fallstudienstädte/involvierte Städte: Braunschweig, Dresden, Frankfurt a. M., Kassel, Köln, Schwäbisch Gmünd, Wetzlar.