Foto: Heidelberg Bahnstadt: Entspannungsmöblierung im Grünzug
Umwelt

Umwelt im Quartier

Ob Mobilität, Klimaanpassung oder Energieeffizienz – in den Quartieren der Städte soll die sozial-ökologische Transformation Realität werden. Mit welchen Maßnahmen und Akteuren kann das gelingen und wie sollte eine Strategie des Bundes ausgestaltet sein?

In den Städten liegen die zentralen Ansatzpunkte, um umweltpolitische Herausforderungen zu lösen. Das Leitbild einer sozial-ökologischen Transformation urbaner Räume rückt dabei einen integrierten Ansatz in den Mittelpunkt und setzt darauf, Bürgerinnen und Bürger und zivilgesellschaftliche Akteure zu aktivieren und zu beteiligen. Ob Mobilität, Klimaanpassung, Energieeffizienz oder der Zugang zu Grün- und Freiräumen: All diese Themen einer sozial-ökologischen Transformation sind auf Quartiersebene sichtbar und erlebbar. Im Quartier wird deutlich, wo Konflikte zwischen diesen Themen auftreten, aber auch, wo sich Potenziale für neue und übergreifende Lösungen ergeben.

Hier setzt das Forschungsvorhaben „Umwelt im Quartier“ an. Es führt die vielfältigen umweltrelevanten Themen zusammen, analysiert ihr Zusammenspiel und identifiziert Herausforderungen und Synergiepotenziale. Auf dieser Basis entwickelt es passgenaue Handlungsansätze zur Verbesserung der Umweltqualität für unterschiedliche städtebauliche Strukturen. Zudem wird untersucht, inwieweit Synergien zwischen den Handlungsansätzen zur Verbesserung von Umweltqualitäten unter Berücksichtigung sozialer und gesundheitlicher Belange der Quartiersentwicklung bestehen und genutzt werden können.

Unter Federführung des Difu erarbeitet das Forschungsteam in einem Arbeitspaket fachliche Grundlagen für eine BMU-Strategie zur kommunalen Nachhaltigkeit. Skizziert werden insbesondere zentrale Handlungsfelder an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie Umsetzungs- und Kommunikationsmöglichkeiten.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Difu ist, Themen und Handlungsansätze für die Stärkung von Umweltqualitäten auf Quartiersebene zu identifizieren sowie integrierende und kooperative Vorgehensweisen zur Umsetzung von Umwelt- und Klimazielen darzustellen. Im Vordergrund steht die Transformation von Bestandsquartieren (Gebäudebestand, öffentlicher Raum, öffentliche und private Grün- und Freiräume) (Arbeitspaket 3 unter Federführung des IÖW).

Ziel des Projekts ist es nicht zuletzt, die vielfältigen Umweltthemen und den ökologischen Umbau vor Ort verständlich und erlebbar zu machen und Bewohnerinnen und Bewohner sowie Akteure im Quartier anzusprechen. In Kooperation mit Verwaltungen, Initiativen und anderen Stakeholdern in den Städten wird eine Gesamtkonzeption für die Kommunikation erarbeitet, um die unterschiedlichen Herausforderungen und möglichen Lösungen von Umwelt- und Klimaschutzbelangen zielgruppenspezifisch zu vermitteln. Hierfür werden einzelne Elemente in ausgewählten Kommunen erprobt (Arbeitspaket 2 unter Federführung des IÖW).

Projektleitung
Umwelt im Quartier: Fachliche Grundlagen für eine Strategie zur kommunalen Nachhaltigkeit und Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes
bis
Nachhaltigkeit
Stadtteil, Quartier
Umwelt
Umweltbundesamt (UBA)
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (Hauptauftragnehmer)
Gröschel Branding GmbH, Berlin

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