Dialogprozess Flächensparen und Innenentwicklung
Das Vorhaben unterstützte den Bund-Länder-Dialog zum Flächensparen, der an den „Aktionsplan Flächensparen“ mit den Aktionsfeldern „Kontingentierung der Flächenneuinanspruchnahme“, „Innenentwicklung stärken“ und „Fehlanreize abbauen“ anknüpfte.
Ziel des Projekts war es, den Dialog fachlich zu fundieren. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Fragestellungen in den Handlungsfeldern Brachflächenrecycling/ Innenentwicklung, Bau- und Planungsrecht, Kontingentierung der Flächenneuausweisung sowie Öffentlichkeitsarbeit für das Flächensparen bearbeitet. Dabei flossen aktuelle fachliche und politische Debatten ein, unter anderem zu den Themen Baulandbereitstellung und Wohnraumschaffung sowie zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Insgesamt wurden vier thematisch ausgerichtete Arbeitspakete umgesetzt.
Im Handlungsfeld Brachflächenrecycling und Innenentwicklung analysierte das Forschungsteam den Sachstand des Brachflächenrecyclings in Deutschland.
In einem weiteren Arbeitspaket befasste sich das Team mit dem Bau- und Planungsrecht, insbesondere mit dessen zeitgemäßer Ausgestaltung sowie mit bestehenden Widersprüchen und Zielkonflikten vor dem Hintergrund der Erfordernisse von Umbau, Rückbau und der Verminderung des Flächenverbrauchs.
Darüber hinaus wurden in zehn regionalen Fallstudien die möglichen positiven und negativen sozialen sowie städtebaulichen Implikationen einer Kontingentierung der kommunalen Flächenneuinanspruchnahme untersucht und bewertet. Darauf aufbauend wurden Vorschläge zur Abmilderung potenzieller negativer Effekte entwickelt.
In einem weiteren Arbeitspaket wurden erste Umsetzungsschritte für einen „partizipativen Kommunikationsbaustein“ zum Thema Flächensparen konzipiert und geprüft. Hierbei wurden Inhalte, zu adressierende Zielgruppen sowie inhaltlich-methodische Vorgehensweisen und anknüpfungsfähige Events bzw. Kampagnen in Bund, Ländern und Kommunen identifiziert.