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Infrastruktur | Übergreifende kommunale Themen

Begleitforschung „Kommunen innovativ“ und „REGION.innovativ“

Die BMBF-Fördermaßnahmen „Kommunen innovativ“ und „REGION.innovativ“ entwickeln Ansätze und Lösungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden, vor allem in strukturschwachen Regionen. Das Difu führt die wissenschaftliche Begleitung bis 2025 fort.

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ eröffnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählten Städten, Gemeinden und Regionen Frei- und Experimentierräume zum Umgang mit dem demografischen Wandel. Seit 2016 übernimmt das Difu im Rahmen des Projekts KomKomIn die wissenschaftliche Begleitung. Im Sommer 2021 sind die dritte Förderperiode von „Kommunen innovativ“ sowie die BMBF‑Fördermaßnahme „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ parallel gestartet. KomKomIn bildet seitdem das gemeinsame Dach für die beiden inhaltlich verwandten Fördermaßnahmen. Synthese, Kommunikation und Transfer der Ergebnisse sowie die verbundübergreifende Vernetzung stehen im Fokus der wissenschaftlichen Begleitung.

In den von 2016 bis 2020 laufenden ersten beiden Phasen von „Kommunen innovativ“ entwickelten und erprobten Verbundvorhaben aus Wissenschaft und Praxis Modelle und Ansätze für eine zukunftsfähige und demografiefeste Entwicklung der Regionen in Deutschland. Ihre Erkenntnisse lassen sich in neun Themenschwerpunkten zusammenfassen:

  • Daseinsvorsorge sichern: Mithilfe neuer Organisationsformen und Finanzierungsansätze werden kommunale Angebote und Einrichtungen aufrechterhalten und weiterentwickelt.
  • Innen entwickeln: Stadtzentren und Ortskerne werden als lebendige Wohn- und Lebensorte gestärkt.
  • Beschäftigungspotenziale erschließen: Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten werden fachübergreifend ausgebaut.
  • Vielfalt leben: Kommunen nutzen die Chancen einer vielfältigen Gesellschaft aktiv.
  • Gemeinschaftlich finanzieren: Neue Finanzierungsinstrumente verbessern die kommunale Handlungsfähigkeit.
  • Allianzen bilden: Die Zusammenarbeit mit neuen Partnern erweitert den Handlungsspielraum der Kommunen.
  • Interkommunal agieren: Kommunen gestalten Lösungen im regionalen Schulterschluss.
  • Datenschätze heben: Bestehende Daten werden zielgerichtet aufbereitet, um kommunale Entscheidungen zu verbessern.
  • Experimente wagen: Wissenschaft unterstützt die Entwicklung zukunftsweisender Ansätze.

In der 2021 gestarteten dritten Förderperiode von „Kommunen innovativ“ befassen sich elf Verbundvorhaben mit der nachhaltigen Entwicklung der Daseinsvorsorge in Kommunen und Regionen. Zeitgleich nehmen sechs Verbundvorhaben in der Fördermaßnahme „REGION.innovativ“ aus der Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“ ihre Arbeit auf. Ihr Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung und Stärkung strukturschwacher Regionen durch interkommunale Zusammenarbeit und regionale Kreislaufwirtschaft. Beide Fördermaßnahmen eint die aktive Mitwirkung kommunaler Akteure und der räumliche Fokus auf strukturschwache Regionen.

In zwei Forschungsbausteinen vertieft KomKomIn zudem folgende Themen bzw. Fragestellungen:

  1. die Umsetzung transdisziplinärer Forschung im Rahmen von „Kommunen innovativ“, d.h. ob und wie die Zusammenarbeit von Wissenschaft und kommunaler Praxis die Umsetzung der erarbeiteten Erkenntnisse fördern kann.
     
  2.  die interkommunale Kooperation in der Kreislaufwirtschaft, d.h. welche Potenziale bieten neue Formen von Partnerschaften und Kooperationen zweier oder mehrerer Kommunen in diesem Feld.

Das Difu übernimmt die wissenschaftliche Begleitung von KomKomIn in enger Zusammenarbeit mit Raum & Energie – Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement.

Projektleitung
Dr. Darla Nickel
Kommunen Innovativ "KomKomIn": Wissenschaftliches Begleitungs-, Vernetzungs- und Transfervorhaben der BMBF-Fördermaßnahme
bis
Demographischer Wandel, Bevölkerungsentwicklung
Bürgerschaftliches Engagement, Beteiligung
Daseinsvorsorge
Stadtentwicklungsplanung
Kooperation, Netzwerke
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Raum & Energie – Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement GmbH

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