Bundestransferstelle Soziale Stadt (Baustein I)

Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Dipl-Ing. Christa Böhme, Dr. Thomas Franke, Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss, Doris Reichel M.A., Dr. Heidede Becker (Projektltg.), Klaus-Dieter Beisswenger, Ulla-Kristina Schuleri-Hartje
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW), Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Themenfelder 
Laufzeit 
2003 bis 2005

Das Internetforum hat sich seit seiner Freischaltung im Januar 2000 zu einer tragenden Säule des bundesweiten Netzwerks zur Sozialen Stadt entwickelt. Nach einem Höhepunkt der inhaltlichen Zugriffe auf Menübereiche des Internetforums Soziale Stadt im Januar 2005 mit 214.397 pendelten sich die Abrufzahlen auf Werte zwischen 150.000 und 170.000 Abrufen ein. Einen erheblichen Anteil an den hohen Abrufzahlen haben kontinuierlich steigende Zugriffe auf die Informationsangebote in englischer und französischer Sprache. Darin spiegelt sich zum einen das wachsende Interesse am internationalen Vergleichswissen, zum anderen aber auch der weitere Ausbau der Informationsangebote in diesen Menübereichen. Lag die Zahl der Abrufe englischer Informationen im Dezember 2003 noch bei rund 850, so betrug sie Ende 2005 bereits knapp unter 10.000. Kontinuierliche Steigerungen sind auch bei den (insgesamt aber niedrigeren) französischen Abrufzahlen zu verzeichnen: von rund 100 Abrufen im Dezember 2003 auf etwa 6.500 Abrufe (Ende 2005).

Die Freischaltung der Projektdatenbank zur Sozialen Stadt als neuer Teil des Internetforums im Frühjahr 2001 stellt einen Meilenstein in der Entwicklung des Internet-Forums dar. Diese seitdem kontinuierlich ergänzte Datenbank enthält Informationen über Projekte und Maßnahmen - vorwiegend in den Programmgebieten Soziale Stadt -, die für eine Erfolg versprechende Programmumsetzung typisch und hilfreich sind. Im Dezember 2005 enthielt die Datenbank die Dokumentation von 390 Projekten.
Der Baustein I der Programmbegleitung diente vor allem mit seinen Arbeitspaketen "Internetforum" (www.sozialestadt.de), "Projektdatenbank" und "Internationaler Erfahrungsaustausch" insgesamt dem Informationstransfer zwischen den vielen beteiligten Akteuren und Akteurinnen vor Ort, aus Bund, Ländern und Kommunen sowie der Fachöffentlichkeit. Das Schwergewicht der Bearbeitung lag im Jahr 2005 beim Ausbau des Internationalen Erfahrungsaustauschs.

Die Internetplattform www.sozialestadt.de/international als Teil des Internationalen Erfahrungsaustauschs wurde im Rahmen des Bausteins I laufend fortgeschrieben, aktualisiert und im Jahr 2005 um Informationen zu vergleichbaren Programmen in weiteren europäischen Ländern ergänzt, so dass inzwischen ein vielfältiges Angebot an Informationen und Links zu Programmansätzen in Dänemark, England, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Schweden abgerufen werden kann.

Zum Ausbau des Internationalen Erfahrungstransfers gehört aber auch die Analyse vergleichbarer Programmansätze im europäischen Ausland, um Anregungen für die Weiterentwicklung des nationalen Programms zu gewinnen. Die Bundestransferstelle wählte im Jahr 2005 für eine solche erste Vergleichsstudie das übergeordnete Handlungsfeld "Management- und Organisationsformen" aus, weil es im Zentrum jeglicher Programmumsetzung steht.

Kriterium für die Auswahl der Fallstädte war eine möglichst große Ähnlichkeit der dort für eine Programmumsetzung aufgebauten Management- und Organisationsstrukturen mit denen in deutschen Programmgebieten. Nach detaillierten Recherchen zur Eignung der Städte Amsterdam, Birmingham, Bristol, Glasgow, Kopenhagen, Manchester, Stockholm und Wien wurden Managementerfahrungen bei der Integrativen Stadtteilentwicklung in den Fallstädten Wien ("Grätzelmanagement") und Kopenhagen ("Kvarterloeft") im Vergleich zur Programmumsetzung in Deutschland untersucht.

Anregungen aus der Praxis in Kopenhagen und Wien für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Programms Soziale Stadt in Deutschland beziehen sich vor allem auf eine Stärkung des bottom-up-Prinzips, auf Qualitätsvereinbarungen zur Erarbeitung Integrierter Handlungskonzepte, Formulierung von Mindeststandards für die Umsetzung, Förderung über ressortungebundene Budgets, frühzeitige Überlegungen zur Verstetigung und Ansiedlung der programmverantwortlichen Federführung bei anderen Verwaltungsstellen als bei der Stadterneuerung/-planung, z.B. bei der Wirtschaftsförderung wie es in Wien der Fall ist oder beim Sozialbereich.

Die Vergleichsstudie der Autoren Franke und Strauss wurde im Mai 2005 abgeschlossen und in den Difu-Materialien 8/2005 veröffentlicht.

Als Sonderauftrag organisierte das Difu im Rahmen eines Zusatzvertrags die Veröffentlichung der bundesweiten Zwischenevaluierung des Programms Soziale Stadt durch das IfS (Redaktion, Layout und Druck), da diese Publikation im gleichen Erscheinungsbild wie der Difu-Endbericht zur Programmbegleitung "Strategien für die Soziale Stadt" erscheinen sollte