Neue Realitäten anerkennen und damit umgehen
Immer höhere Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe, immer schwierigere Fälle, zunehmender Fachkräftemangel, komplexere Rechtslagen. Was sind Lösungen?
5. Praxisworkshop für Jugendämter Dialogforum „Bund trifft kommunale Praxis. Inklusionsgerechte Kommune – Gestaltungsperspektiven im Rahmen des KJSG“
In dieser Veranstaltung wollen wir uns der Frage annähern, ob – wie es in vielen vorangegangenen Veranstaltungen thematisiert wurde - tatsächlich alles immer teurer, schwieriger und komplexer wird und was angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher Herausforderungen und Rahmenbedingungen Erklärungen und vor allem Lösungsansätze sein können. Worum geht es genau?
In der kommunalen Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sollen immer mehr neue und erweiterte Leistungen in immer kürzerer Zeit durch die Fachkräfte erbracht werden, in einer Zeit, in der Lebenslagen von Familien, Kindern und Jugendlichen zusehends komplexer und problematischer werden. Praktiker*innen berichten von zunehmend fehlenden Zeitressourcen und von Überforderungssituationen. Die Kosten in der Jugendhilfe steigen. Die schwierige Finanzsituation der Kommunen führt dazu, dass ggf. finanzielle Aspekte vor Fachlichkeit gestellt werden (müssen). Die Praxis gerät dabei unter (Handlungs-)Druck. Die Debatte zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe gerät in ein Dilemma zwischen (auch gesetzlich verankerter höherer) Professionalität und Standardabbau.
Dies alles wird auch in den kommenden Jahren nicht einfacher werden. Es geht uns um eine Verständigung darüber, mit welcher Haltung und mit welchen Strategien wir in diese Zukunft gehen, wie wir zukünftig arbeiten, wen wir dafür brauchen. Wir wollen gemeinsam darüber diskutieren: Was hilft und was kann getan werden, damit Wege und kreative Lösungen im Umgang damit gefunden werden? Was können Steuerungsinstrumente und/oder Stellschrauben sein, die für „Entspannung“/Entlastung sorgen? Welche Überlegungen/ Lösungsansätze/Beispiele gibt es dazu in der Praxis?
Details
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldeschluss ist zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
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