Planung von On-Demand-Verkehren
Auf welche Faktoren kommt es an?
Thementag im Rahmen des Projekts: „On-Demand-Verkehre nachhaltig in die Fläche bringen!“
On-Demand-Verkehre (ODV) haben in vielen Regionen Deutschlands den Schritt von der Erprobung in den Regelbetrieb vollzogen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass der Übergang von zeitlich befristeten Pilotprojekten hin zu dauerhaft tragfähigen Regelangeboten von verschiedenen planerischen Weichenstellungen beeinflusst wird: Z. B. ist es entscheidend, das Bediengebiet so zuzuschneiden, dass Fahrgäste möglichst viele wichtige Ziele erreichen können, aber die Fahrzeuge zugleich möglichst effizient eingesetzt werden können.
Die Veranstaltung greift diese Fragestellungen auf und widmet sich der zentralen Frage, wie ODV so geplant werden können, dass sie die mit ihnen verbundenen Ziele möglichst effizient und nutzendenfreundlich erfüllen können. Im Zentrum stehen dabei Erkenntnisse aus dem Projekt „On-Demand-Verkehre nachhaltig in die Fläche bringen!“ Die Veranstaltung präsentiert zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts. Diese umfassen praktische Erfahrungen der Region Hannover mit dem Betrieb des „sprinti“, der mit rund 130 Fahrzeugen zu den größten On-Demand-Verkehrssystemen in Deutschland zählt: Wie muss ein solches System geplant sein, damit es möglichst viel Mobilität für Nutzenden in suburbanen Räumen ermöglichen kann? Präsentiert werden aber auch Ergebnisse der Begleitforschung: Wie nehmen die Nutzenden den „sprinti“ wahr? Welche „Lessons Learned“ ergeben sich aus den verschiedenen im Projekt realisierten Austauschformaten mit kommunalen Aufgabenträgern über eine erfolgreiche Planung von On-Demand-Verkehren? Damit zieht die Veranstaltung Bilanz über die Gesamtlaufzeit des rund sechsjährigen Forschungsprojekts.
Der Thementag ist zweigeteilt:
Teil I: Grundlagen
In einem ersten Schritt werden zentrale Erkenntnisse aus dem Projekt „On-Demand-Verkehre nachhaltig in die Fläche bringen!“ vorgestellt. Am Anfang steht ein Input der Region Hannover zu den praktischen Erfahrungen mit Planung, Betrieb und Weiterentwicklung des „sprinti“. Danach folgen Einblicke des Difu in die zentralen Ergebnisse der Begleitforschung zu Nutzendenperspektive und planerischen Erfolgsfaktoren. Ziel ist es, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu schaffen und Impulse für die anschließende Vertiefung zu setzen.
Teil II: Erfahrungsaustausch
Im zweiten Teil steht der kollegiale Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Hier ist der Raum für aktive Mitwirkung gegeben: In einer Blitzrunde bringen alle Teilnehmenden ein, wo sie beim Thema On-Demand-Verkehre aktuell stehen (z.B. „erste Überlegungen“, „konkrete Planungsphase“, „bereits in der Umsetzung“) und welche Fragen oder Herausforderungen zu planerischen Aspekten der
Verkehre sie mitbringen. Diese werden dann in moderierten Gruppen diskutiert.
Der Thementag richtet sich an kommunale Aufgabenträger, Mitarbeitende von Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen sowie weitere Akteure, die On-Demand-Verkehre planen, umsetzen oder weiterentwickeln. Angesprochen sind auch Fachleute aus Forschung, Planung und Wissenschaft, die mehr über das Projekt erfahren wollen. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Beratung zu fördern.
Details
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
odv [at] difu [dot] de (odv[at]difu[dot]de)