Mit Speed zur Verkehrswende - Freigabe von Radverkehrsinfrastruktur für S-Pedelecs in Tübingen
Diskurs am Dienstag
Speed-Pedelecs ermöglichen Fahrtgeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h. Auf längeren Strecken könnten sie daher ein attraktiveres Angebot darstellen als herkömmliche Pedelecs, deren Motor bis 25 km/h unterstützt. Die als Kleinkrafträder eingestuften S-Pedelecs dürfen allerdings nicht auf Radverkehrsanlagen fahren. Stattdessen teilen sie sich die Verkehrsflächen mit dem Kfz-Verkehr. Besonders auf Strecken außerorts kann dies subjektive und objektive Sicherheit beeinträchtigen. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sich S-Pedelecs in Deutschland noch nicht durchgesetzt haben.
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat 2018 einen Erlass herausgegeben, der regelt, dass bestimmte Radwege, Wirtschaftswege und Fahrradstraßen mit dem Zusatzschild „S-Pedelec frei“ zur Befahrung durch S-Pedelecs freigegeben werden können. Seit 2019 hat Tübingen gezielt Radverkehrsanlagen für S-Pedelecs geöffnet und so ein Routennetz ausgewiesen. In Deutschland stellt das Vorgehen der Stadt Tübingen zurzeit ein Versuchsmodell dar. Wie das Vorhaben initiiert und umgesetzt wurde und welche Erfahrungen bereits gesammelt wurden, berichtet Daniel Hammer aus der Stadt Tübingen in unserem Webinar.
Den Diskurs am Dienstag führt das Difu im Auftrag des Mobilitätsforum Bund im Bundesamt für Logistik und Mobilität durch. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Diskussionsbeiträgen und Fragen im Webinar einzubringen.
Details
Das Webinar ist kostenfrei.