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Difu-Berichte 1/2019 - Difu-Umfrage zur Klimaanpassung: Empfehlungen für acht Aktionsfelder

Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel entfaltete in vielen Kommunen eine positive Wirkung. Eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Strategie unterstützt Kommunen bei der Integration, Umsetzung und Verstetigung der Klimavorsorge.

Foto einer überfluteten Straße in einer Innenstadt. Durch das Wasser fahren PKW.

Um der Dynamik des Klimawandels Rechnung zu tragen und Verwaltungen, Unternehmen und Bürgern seitens des Bundes und der Länder bedarfsgerecht Informationen und Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen, werden die "Deutsche Anpassungsstrategie" (DAS) und der "Aktionsplan Anpassung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel" (APA) seit 2008 kontinuierlich weiterentwickelt. Langfristiges Ziel der DAS ist die Verminderung der Verletzlichkeit bzw. der Erhalt und die Steigerung der Anpassungsfähigkeit natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme an die unvermeidbaren Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die in der DAS genannten Ziele und Handlungsoptionen werden durch den im August 2011 von der Bundesregierung verabschiedeten APA mit spezifischen Aktivitäten unterlegt. Außerdem beschreibt der Aktionsplan die Verknüpfungen der DAS zu anderen nationalen Strategieprozessen, wie der High-Tech-Strategie oder der Nationalen Biodiversitätsstrategie.

Zur Weiterentwicklung sind insbesondere Kenntnisse über die bisherige und aktuelle Wirkungsweise der DAS und der Handlungsbedarf auf Umsetzungsebene notwendig und zentral.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) wurde Ende 2017 vom Umweltbundesamt (UBA) beauftragt, eine Befragung zur kommunalen Klimaanpassung in Deutschland durchzuführen. 2018 führte das Difu eine bundesweite Online-Umfrage, ein Fokusgruppengespräch mit Fachleuten aus dem kommunalen Kontext sowie Interviews mit weiteren Fachleuten durch. Über 250 Kommunen sowie Bundes- und Landesbehörden und ausgewählte wissenschaftliche Einrichtungen, Planungsbüros und gemeinnützige Initiativen beteiligten sich daran. Die Umfrage wurde neben dem Difu und dem UBA auch vom Deutschen Städtetag (DST), dem Deutschen Landkreistag (DLT) und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) bundesweit an Städte, Gemeinden und Landkreise kommuniziert.

Ziel der Studie war es, durch direkte Befragung der Kommunen zu erfahren, welche Wirkungen aus ihrer Sicht die Deutsche Anpassungsstrategie bisher für sie hatte, wie ihre diversen Instrumente, (Förder-)Angebote und Publikationen von ihnen genutzt wurden und welcher Unterstützungsbedarf durch den Bund und ggf. die Länder aus Sicht der Kommunen bestehen, um Klimaanpassung in  Städten, Gemeinden, Kreisen und Regionen in Deutschland in der erforderlichen Breite und fachlichen Tiefe umzusetzen.

Die Studie gibt Ergebnisse und Kernaussagen der Umfrage wieder und fasst die Ergebnisse der Expertengespräche in thematisch strukturierten Zwischenfazits zusammen. Aus den Ergebnissen der drei Erhebungsteile haben die Autoren eine Gesamtbilanz der Studie erstellt. Dabei wurden die Empfehlungen der Kommunen zur Weiterentwicklung der DAS und zur Stärkung ihrer Wirksamkeit für Kommunen in acht zentralen Aktionsfeldern dargestellt:

  • Wissen bereitstellen, Kompetenzen aufbauen und erhalten
  • Instrumente und Strukturen zur Koordination, Steuerung und Verstetigung fördern
  • (Klimawandel-)Mainstreaming durch integrierte Planung und Umsetzung unterstützen
  • Kommunikation und Akteursbeteiligung in Kommunen stärken
  • Kleine Kommunen in den Blick nehmen
  • Pflichtaufgabe "Klimaanpassung" klären
  • Fördermodalitäten der DAS verbessern (finanziell, organisatorisch, inhaltlich)
  • Forschungs- und Untersuchungsbedarf adressieren (u. a. Hitze, Trockenheit und Gesundheit, Wirkungsmessungen und Verstetigung und Umsetzung kommunaler Klimaanpassungsprozesse)
Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Jens Hasse
+49 221 34 03 08-25
hasse@difu.de

Dipl.-Geogr. Luise Willen
+49 221 34 03 08-19
willen@difu.de

Projekt:
Umfrage Wirkungsanalyse der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) für die Kommunen

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