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Tiere in der Stadt

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ISBN: , Preis: 10.00€


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"Tiere in der Stadt" ist der Themenschwerpunkt des Hefts 2/09 der Informationen zur modernen Stadtgeschichte, der dieses Mal von Clemens Wischermann (Univ. Konstanz) verantwortet wird. In seinem Leitartikel gibt er einen Überblick über das Forschungsfeld der urbanen Mensch-Tier-Beziehungen, zu dessen Themen etwa Fragen der Ethik oder der städtischen Artenvielfalt zählen.

Neuere Forschungen relativierten hier die bisher vorherrschende "Nachrangigkeit tierischer Existenz" auch in der Stadtforschung. Im folgenden Beitrag widmet sich zunächst Mark Sven Hengerer der Geschichte der Katzen in der Frühen Neuzeit, die als Nutztier geschätzt wurden, aber nicht selten auch die gefürchteten Stadtbrände auslösten. Aline Steinbrecher erschließt in ihrem Beitrag die Präsenz von Hunden im Stadtbild um die gleiche Zeit aus kunsthistorischen Quellen und rekonstruiert sodann die "Hundegesetzgebung", die auch einen Schwerpunkt im Beitrag von Inge Auerbach über Hunde in Universitätsstädten bildet. Dabei spürt sie unter anderem auch der besonderen Rechtsstellung von Studenten in Universitätsstädten nach, die sich auch auf ihre mit Repräsentationsansprüchen verbundene Kultur der Hundehaltung auswirkte.

Stefan Zahlmann analysiert die Papageienhaltung als prominentes Beispiel einer besondern städtischen Repräsentationskultur, die langfristig zu einer "Anthropologisierung" dieser nur vordergründig "nutzlosen" Tiere führte. Der Herausbildung der britischen Tierschutzbewegung, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts an den jämmerlichen Existenzbedingungen vieler Tiere in den Straßen Londons entzündete, widmet sich Mieke Roscher. Pascal Eitler rekonstruiert die Tierversuche und Debatten um "Vivisektionen" in den Großstädten des späten 19. Jahrhunderts, ehe wiederum Mieke Roscher in ihrem Forschungsbericht den internationalen Stand der Forschung im Feld der "Human-Animal- Studies" umreißt. Der letztgenannte Artikel bietet unter anderem einen Überblick über die wichtigsten Institutionen dieser neuen Forschungsrichtung, wie vor allem ihre Zentren, Zeitschriften und Webportale, und spricht auch hier noch nicht genannte Forschungsfelder, wie z.B. die "Zoo- und Tierparkforschung", die Rolle von Tieren für die "Imperien-Bildung" – wie etwa des britischen Weltreiches – an.

Die Rubrik "Allgemeine Berichte" bietet Tagungsberichte, unter anderem über Konferenzen zum "Wiederaufbau der Städte" nach 1945 in Hamburg, zur Nachwuchstagung der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung in München. Weitere Berichte gelten den Ergebnissen von Tagungen zur städtischen Planungsgeschichte in Liverpool und zur Stadtgeschichte in Ost und West nach dem Zweiten Weltkrieg in Prag. Abschließend beschreibt Peter Dohms in einem Projektbericht die besonderen Herausforderungen beim arbeitsteiligen Schreiben einer Stadtteilgeschichte. Am Beispiel von Ossum-Bösinghoven, einem Stadtteil von Meerbusch im Kreis Neuss, wird die Erstellung einer Publikation durch ein Netz von professionellen und Amateurhistorikern detailliert beschrieben und damit Einblick in eine breite Strömung innerhalb der Stadtgeschichtsschreibung gegeben, die sonst in den IMS-Heften relativ selten zur Sprache kommt. Mitteilungen über kommende stadthistorische Konferenzen runden wie immer das Heft ab. 

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