Difu-Materialien,

Lagerplätze in der Stadt - eine von der Stadtplanung vernachlässigte Nutzung

Eine Untersuchung am Beispiel Berlin

Inhalt

Die Studie beschäftigt sich mit einem Gegenstand, der bislang in Wissenschaft und Praxis der Stadtplanung nur wenig betrachtet wurde: mit Lagerplätzen. In den städtebaulichen Zielvorstellungen der meisten Gemeinden kommen Lagerplätze als vermeintlich minderwertige gewerbliche Nutzungsart nur am Rande oder gar nicht vor. Gerade eine mehr stadtgestalterisch ausgerichtete Stadtplanung tut sich schwer mit gewerblichen Nutzungsarten, die sich nicht unter einer Gebäudehülle verstecken lassen.

Lagerplätze sind jedoch als Teil der Versorgungsausstattung einer Stadt notwendiger Bestandteil einer jeden Stadtregion. Ihre hohe Flächeninanspruchnahme, die großen Mengen des durch Lagerplätze induzierten Verkehrs, die von ihnen ausgehende Belastung der Umwelt und die Beeinträchtigung des städtebaulichen Erscheinungsbildes stellen jedoch hohe Handlungsanforderungen an die Stadtplanung. Zu diesen Anforderungen gibt die Studie eine Fülle von Anregungen. Darüber hinaus wird am Beispiel Berlins vor allem folgenden Fragen nachgegangen:

  • Wie verteilen sich die Standorte von Lagerplätzen auf Stadtgebiet und Umland? Wie ist die auffallende Häufung von Lagerplätzen auf zentralen oder zentrumsnahen Standorten zu erklären? Wie ist die Fähigkeit dieser Unternehmen einzuschätzen, Grundstückskosten oder -mieten zu zahlen und in der Konkurrenz mit anderen Nutzungen zu bestehen?
  • Wie stabil sind die als Lagerplätze genutzten Standorte? Inwieweit handelt es sich um Zwischennutzungen?
  • Welche Entwicklungstendenzen können in Zukunft für Standortverhalten, Flächenbedarf sowie Anzahl der Lagerplätze erwartet werden?
  • Muß die Stadtplanung für die Zukunft Lagerplatzstandorte sichern oder neue entwickeln?

Die Studie richtet sich vor allem an Expertinnen und Experten in den Bereichen Stadtplanung, Städtebau, Wirtschaftsförderung und Gewerbeplanung sowie Güterverkehr - ob in der öffentlichen Verwaltung oder in den Industrie- und Handelskammern, ob in Forschungsinstituten oder freien Planungsbüros. Ferner sollen auch Inhaber und Angestellte von Lagerplatzunternehmen angesprochen werden, die vor allem über das Genehmigungsverfahren mit Stadtplanungs-, Umwelt- und Bauaufsichtsämtern in Berührung kommen.

Weitere Informationen zu dem Band finden Sie hier.

Hermann-Lambert Oediger

Difu-Materialien, Bd. 7, 2001, deutsch, Deutsches Institut für Urbanistik 2001

ISBN: 978-3-88118-293-5
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