Push & Pull

Bereich 
Mobilität
Bearbeiter 
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Laufzeit 
seit 2014

PUSH & PULL steht in der Verkehrspolitik für "Zuckerbrot und Peitsche". Vor allem in Großstädten ist die Kombination von Mobilitätsangeboten und klaren restriktiven Regelungen beim Pkw-Stellplatzangebot erfolgversprechend. Sie fördert die Autounabhängigkeit und sorgt für eine bessere städtische Mobilität.

Acht europäische Städte erproben die Kombination von Parkgebühren (Push-Maßnahmen) und Mobilitätsmanagement (Pull-Maßnahmen): Krakau (Polen), Gent (Belgien), Ljubljana (Slovenien), Nottingham (Großbritannien), Örebro (Schweden), Tarragona (Spanien), Iasi und Bacau (Rumänien). Die Mittel aus dem Parkraummanagement sollen zweckgebunden für die Finanzierung des Mobilitätsmanagements der Kommune oder für Anreizsysteme zum Umstieg auf den ÖPNV und das Rad verwendet werden.

Dieser neue Finanzierungsmechanismus ist Teil der Stadtverkehrsstrategie der EU-Kommission und das Motiv für die EU-Förderung des Projekts im Rahmen der Energieeinsparung im Verkehr.

Das Difu unterstützt die Städte bis 2016 anhand von Praxisbeispielen für innovatives Parkraummanagement, Akteursbeteiligung sowie den politischen Prozess insgesamt. Darüber hinaus werden Trainings vor Ort für die kommunalen Beteiligten in den acht Städten durchgeführt. Dazu kooperiert das Difu mit der Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität FGM AMOR (als Lead Partner), den Universitäten in Rotterdam und Lund sowie mit der europäischen Mobilitätsmanagement-Plattform EPOMM und dem europäischen Dachverband der Parkhausbetreiber EPA. Ab Herbst 2014 werden erste Projektergebnisse online veröffentlicht.