Kommunale Strukturen, Prozesse und Instrumente zur Anpassung an den Klimawandel

Themenfelder 
Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Auftraggeber 
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Laufzeit 
2011 bis 2014
Status 
abgeschlossen

in den Bereichen Umwelt und Natur sowie Planen und Bauen – an der Schnittstelle zum Bereich Gesundheit

In den vergangenen Jahren haben viele Kommunen bereits umfangreiche Aktivitäten im Bereich Klimaschutz durchgeführt. Nun rücken auch die prognostizierten unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels und notwendige Anpassungen ins Bewusstsein und stellen Städte, Gemeinden und Landkreise vor große Herausforderungen und Aufgaben. Die Klimaauswirkungen und notwendige Anpassungen reichen in viele Themenbereiche und Handlungsfelder hinein – vom Hochwasserschutz, der Landwirtschaft, dem Bauwesen, der Stadt- und Regionalplanung bis hin zur Gesundheit und weiteren.

In diesem Vorhaben wurde überprüft, ob Kommunen über Verwaltungsstrukturen, (Arbeits)Prozesse und Instrumente verfügen, die zur Klimafolgenbewältigung geeignet sind. Im Hinblick auf die neue Zielsetzung Klimaanpassung muss ggf. eine Anpassung oder Optimierung der vorhandenen Mittel erfolgen.

Um Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel und beim Aufbau von klimaresilienten Strukturen zu unterstützen, wurden folgende Schritte durchgeführt:

  • Der Status Quo der kommunalen Klimaanpassungsaktivitäten, die durch Bundes- und Landesforschung sowie durch Modellvorhaben befördert wird, wurde dargestellt und weitere Handlungsbedarfe identifiziert.
  • Bestehende Verwaltungsstrukturen, Prozesse und Instrumente wurden im Hinblick auf ihre Relevanz und ihre Einsatzmöglichkeiten für die Klimaanpassung analysiert und systematisiert.
  • Diese Analyse wurde anhand 9 Modellkommunen, die durch unterschiedliche Strukturmerkmale und Anpassungsnotwendigkeiten gekennzeichnet sind, durchgeführt. In die Analyse wurden zum einen Städte einbezogen, die bereits in der Klimaanpassung aktiv sind und zum anderen auch solche, die noch am Anfang des Anpassungsprozesses stehen. In jeder der Modellkommunen ist eine Praxiswerkstatt mit Beteiligung der relevanten kommunalen Akteure durchgeführt worden. So wurde die Übertragbarkeit dieser Strukturen geprüft sowie hemmende und fördernde Faktoren für die Klimaanpassung identifiziert.
  • Vorgehensweisen und Problemlösungen wurden beispielhaft für eine relativ große Bandbreite der Kommunen aufgezeigt.
  • Eine Reihe von praxisorientierten "Arbeitshilfen" dokumentiert das Projekt und seine Ergebnisse.

 

KommAKlima: Local government climate change adaptation structures, processes and instruments
Awareness of the projected, unavoidable impacts of climate change and the required adaptations to that climate change is growing. KommAKlima, a project commissioned by the German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building and Nuclear Safety (BMUB), dealt with local governments’ adaptation activities and the challenges which cities, municipalities and rural districts are currently facing in that regard. Nine model local governments across Germany (Bonn, Dortmund, Erfurt, Frankfurt am Main, Heidelberg, Oberallgäu district, Osterholz district, Rhein/Sieg district and Ueckermünde) were chosen and the administrative structures, processes and instruments they have for dealing with the consequences of climate change were examined, focussing on planning and construction as well as the environment and nature.

Individual and interdepartmental practical workshops involving the relevant players were organised in the nine model local governments involved in the project, each of which had different structural features and adaptation needs. The status quo as regards local government climate adaptation activities were elaborated and existing administrative structures, work and organisational processes, and instruments were analysed in regard to their relevance, possible applications and transferability to climate adaptation. Inhibiting and supporting factors for climate adaptation were also identified. The analysis involved cities which are already actively engaged in climate adaptation work as well as those which are still at the start of the adaptation process. This practical approach meant it was possible to highlight examples of transferrable methods and solutions for a relatively broad spectrum of local governments. In order to support local governments when it comes to the processes involved in adapting to climate change and establishing climate resilient structures, a series of practice-oriented documents have incorporated the project results in the form of guidance for local governments and provide ideas and information on implementation. In addition to identifying further needs for action, the publications also address issues such as gathering and processing climate-relevant data, acquiring and transferring climate-related knowledge, determining to what degree local governments are affected and dealing with uncertainties regarding projected climate change.

Contact
Ms Luise Willen (project lead)
Tel.: +49 (0)221 340308-19
Email: willen@difu.de