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Pressemitteilung

Neuerscheinung: Difu-Sammelband zu Ankunftsquartieren

Der neu erschienene Band der Reihe „Edition Difu – Stadt Forschung Praxis“ widmet sich Ankunftsquartieren und der Frage, wie Kommunen diese konkret gestalten können.

Berlin. In vielen deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen wohnen heute Menschen, die erst kürzlich aus anderen Ländern gekommen sind – oft in Quartieren, die bisher nicht als „Ankunftsorte“ bekannt waren. Das Ankommen beginnt mitunter in vorübergehenden Unterkünften, es eröffnen sich im Verlauf aber auch Wohn- und Lebensperspektiven am selben Ort. Für viele Kommunen ist diese Dynamik mit neuen Herausforderungen verbunden: Verwaltungshandeln, Wohnungsversorgung und Infrastrukturen müssen sich anpassen. 

Antworten aus der Forschung auf praktische Fragen

Der neue Band der Reihe „Edition Difu“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) widmet sich genau dieser Thematik. Unter dem Titel „Ankunftsquartiere stärken. Kommunen gestalten Ankommen und Teilhabe“ beleuchtet der Band anhand von konkreten Beispielen, wie Städten, Gemeinden und Landkreisen diese Quartiere besser unterstützen können. Erstmals bereitet er kommunale Erfahrungen mit diesen Quartieren systematisch auf und gibt empirisch fundierte Antworten auf eine Reihe von Fragestellungen aus der Praxis der Kommunen. Etwa: Wie lassen sich Ankommen und Teilhabe langfristig und systematisch unterstützen? Wie können Ankunftsquartiere als gesamtstädtisch relevante Räume sichtbar gemacht werden? Welche Unterstützung benötigen Kommunen von Bund, Ländern, Stadtspitzen, Wohnungswirtschaft und weiteren Akteuren? Und wie können erfolgreiche Ansätze so weiterentwickelt werden, dass sie über einzelne Projekte hinaus wirksam bleiben?

Erfahrungen aus elf Kommunen

Der Band basiert auf dem dreijährigen Forschungs-Praxis-Projekt „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“, in dem elf Kommunen aus ganz Deutschland ihre Erfahrungen im Umgang mit Ankunftsquartieren geteilt haben. Die Ergebnisse sind ab sofort für alle zugänglich – für Politik, Verwaltung und Forschung sowie für alle, die sich für eine offene und solidarische Stadtgesellschaft engagieren.

Difu-Projektleiterin Dr. Bettina Reimann: „In der Gesamtschau zeigt sich: Ankunftsquartiere sind weder bloße Durchgangsstationen noch ausschließlich benachteiligte Quartiere. Vielmehr sind sie Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik, in denen Ankommen und Teilhabe ausgehandelt und ermöglicht werden können." 

  • Der Edition Difu Band „Ankunftsquartiere stärken. Kommunen gestalten Ankommen und Teilhabe“ steht zum kostenlosen Download bereit unter: www.difu.de/19859
  • Weitere Informationen zum Projekt „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ unter: www.ankunftsquartiere-staerken.de 

 

Über das Projekt „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“:

Zwischen 2023 und 2026 hat ein Projektteam unter Leitung der ILS Research und unter Beteiligung des Deutschen Instituts für Urbanistik, der Technischen Universität Berlin und von STADTRAUMKONZEPT bundesweit elf Kommunen begleitet: Berlin Marzahn-Hellersdorf, Bremerhaven, Dresden, Duisburg, Gevelsberg, Kaiserslautern, Offenbach/Main, Potsdam, Rostock, Saalfeld und Salzgitter. Ziel des Projekts war es, Kommunen in der Gestaltung und Förderung von Teilhabe und Zusammenhalt im Kontext von Zuwanderung zu unterstützen. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Mercator.

Über das Difu:

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum. Es forscht, bildet fort und informiert für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften.

Das Themenspektrum reicht von Stadt- und Regionalentwicklung, kommunaler Wirtschaft und Städtebau über soziale Themen, Umwelt und Verkehr bis zu Kultur, Recht, Verwaltungsthemen und Kommunalfinanzen. Das Difu wurde 1973 gegründet und arbeitet unabhängig. Sein Hauptsitz ist in Berlin, der Bereich Umwelt ist in Köln angesiedelt. Wissenschaftlich fundiert und praxisnah befasst es sich mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft bewältigen müssen.

Das Institut ist als gemeinnützige GmbH organisiert. Alleiniger Gesellschafter ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. 

Kontakt

Dr. Bettina Reimann

+49 30 39001-191

reimann [at] difu [dot] de

Miriam Leich

pressestelle [at] difu [dot] de (pressestelle[at]difu[dot]de) 

+493039001209

Cover Difu-Edition Ankunftsquartiere

Cover des Difu-Sammelband zu Ankunftsquartieren