Bürgerengagement für nachhaltiges Handeln belohnt: 10 Preisträger ausgezeichnet

Auszeichnung für zehn vorbildliche Projekte der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN)". <a href="http://www.difu.de/presse/061011.shtml">http://www.difu.de/presse/061011.shtml</a>

Medieninformation vom 11. Oktober 2006

Berlin. Zehn vorbildliche Projekte wurden heute Abend bei einer Dialogveranstaltung des "Rates für Nachhaltige Entwicklung" im Rahmen der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN)" ausgezeichnet. Der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Heinrich Mäding würdigte das bürgerschaftliche Engagement und übergab den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Projekte Urkunden über eine einjährige finanzielle Projektförderung. Die Bundesaktion leistet durch die Projektförderung einen wichtigen Beitrag zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland. Die Preisträger kommen aus Berlin, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Krefeld, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Ratzeburg, Stadt Wehlen/Landkreis Sächsische Schweiz.

Zusammen mit den im Vorjahr ausgezeichneten Projekten erhalten insgesamt 30 Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet eine Förderung. An dem inhaltlich vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) betreuten Wettbewerb können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen, die in ihrer Stadt, Gemeinde oder Region vorbildliche Beiträge zur lokalen Nachhaltigkeit leisten. Der von der Bundesregierung erstmals im Mai 2005 ausgelobte Wettbewerb geht auf eine Initiative des Nachhaltigkeitsrates zurück. Die Projektförderung erfolgt über das Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltigkeit" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 184 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich für diese zweite Ausschreibungsrunde beworben. Eine Reihe weiterer Vorhaben werden derzeit einer zweiten Begutachtung unterzogen, daher ist zu erwarten, dass in Kürze weitere Projekte in den Genuss der Förderung kommen.

Folgende zehn Projekte wurden ausgezeichnet und erhalten eine Förderung:

Das Projekt "Integrationswohnstatt" der HABITAT Wohngenossenschaft e.G., Berlin, plant den Aufbau und die Stabilisierung eines Netzwerks von Ansprechpartnern in so genannten benachteiligten Quartieren im Berliner Wedding. Migranten sollen aktiviert werden, eine "Interkulturelle Interessensgemeinschaft für nachbarschaftliches Wohnen" zu bilden.

Das Projekt "Für Demokratie Courage zeigen" der Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V., Chemnitz, Dresden und Leipzig fördert die Stärkung von couragierten Jugendlichen in einer Region, in der das Auftreten von Rechtsextremismus und rechtsextremistischen Gruppierungen zunehmend zum gesellschaftlichen Alltag gehört. Als Instrument der politischen Bildung sollen aufklärende und motivierende Projekttage an Schulen, Berufsschulen, Jugendclubs und Betrieben dienen.

Das Projekt "Intensivierung der Kommunikationsarbeit für `Erneuerbare Energien/ Klimaschutz/ Energieversorgung&acute;" des Vereins Zukunft für Dresden, Lokale Agenda 21 e.V. initiiert eine Ausstellung und ein Zukunftsfest zum Thema Energie & Klimaschutz.

Das Projekt "Erfurter Grüne Hausnummer Teil III - öffentliche Gebäude" der BürgerWerkStadtErfurt e.V. soll Träger öffentlicher Gebäude motivieren, sich für einen zukunftsweisenden Gebäudestandard zu engagieren und diesen umzusetzen.

Das Projekt "Familienpatenschaften" des Caritasverbands für die Region Krefeld e.V. plant den Aufbau eines neuen Netzwerks. Dort, wo es an generationsübergreifenden Beziehungen fehlt, erhalten insbesondere (sozialschwache) Einelternfamilien eine Unterstützung durch Paten, um Überforderungssituationen im Spagat zwischen Kinderbetreuung und beruflichen Notwendigkeiten zu mindern.

Das Projekt "Energie die bewegt - Ein Aktionspfad für Magdeburg" des Netzwerks Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. greift über die Installation eines Energie-Aktionspfades auf dem Gelände der Bundesgartenschau 1999 die Strategie der Stadt Magdeburg für eine nachhaltige Entwicklung auf.

Das Projekt "Solarparks machen Schule" des Vereins ergon e.V., München hatte bereits im vergangenen Jahr eine kleine Unterstützungsleistung bekommen. Hier wurde ein Modell zur Organisation von Bürger-Solaranlagen entwickelt, dass mit Unterstützung durch BIN einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden soll.

Das Projekt "Zentrum aktiver Bürger Nürnberg" des gleichnamigen Projektträgers zielt darauf ab, in zwei Sozialräumen ein tragfähiges Konzept für bürgerschaftliche Unterstützung zu entwickeln. So genannte Stadtteilmentoren als lokale Ansprechpartner in der Freiwilligenkoordination sollen ausgebildet und in verschiedenen Projektfeldern Ehrenamtliche qualifiziert werden.

Das Projekt "Entwicklung von Brot + Fisch-Tagen in ausgewählten Pilotstandorten" der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit, Ratzeburg, thematisiert die Situation von Landwirtschaft und Fischerei im Ostseeraum. Beide Wirtschaftsbereiche stehen vor ähnlichen, zum Teil dramatischen sozioökonomischen und ökologischen Herausforderungen. Mit der Unterstützung durch BIN wird ein erster Brot + Fisch-Tag in Neustadt (Holstein) unter Einbindung von Kirchen, Vereinen, Verbänden, Wissenschaft, Unternehmen und Kommunen durchgeführt.

Im Projekt "Kleine Grundschulen im ländlichen Raum" des Fördervereins Grundschule Wehlen e.V., Stadt Wehlen, Landkreis Sächsische Schweiz soll unter Beteiligung regionaler Akteure die Entwicklung und Umsetzung eines Schulkonzepts für eine staatliche Grundschule vorangetrieben werden, welche in den ländlichen Regionen trotz rückläufiger Geburtenraten und hohen Abwanderungstendenzen eine qualitativ hochwertige, aber auch finanziell tragbare Bildungsvorsorge im Grundschulbereich garantiert.

Detaillierte Infos zur Bundesaktion sind auch im Internet zu finden:

http://www.bund-bin.de/ (Projekt-Website)

/node/4094 (Medieninfo auf der Difu-Website)

http://www.difu.de/presse/061011ansprechpartner.shtml (Ansprechpartner der Preisträgerprojekte)

Ansprechpartner für die Bundesaktion:

Dipl.-Sozialökonom Jens Libbe, Telefon: 030/39001-115, E-Mail: libbe@difu.de

Dipl.-Ing. Cornelia Rösler, Telefon: 0221/340308-18, E-Mail: roesler@difu.de