Regulative Baukultur
Potenziale des Bau- und Vergaberechts für die Qualität des gestalteten Raumes
Externe Veröffentlichungen, 2026, zahlreiche Fotos, vierfarbig, 106 S.
Kostenfreier Download
Inhalt
Die Publikation untersucht, wie Baukultur durch öffentliches Baurecht und Vergaberecht gestärkt werden kann. Ausgangspunkt ist die Frage, in welchem Maße Bauplanungsrecht, Bauordnungsrecht und vergaberechtliche Instrumente baukulturelle Qualität fördern oder hemmen. Die Studie zeigt, dass das Recht durchaus Potenziale für die Qualität des gebauten Raums bietet, diese aber in der Praxis selten als baukultureller Hebel wahrgenommen werden. Entscheidend sei weniger das Instrument selbst als die Haltung der Kommunen und öffentlichen Auftraggeber, Baukultur frühzeitig und verbindlich in Planungsprozesse zu integrieren.
Analysiert wurden u. a. Bebauungspläne, städtebauliche Verträge, Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen, Sanierungsrecht, Bauberatung sowie vergaberechtliche Verfahren wie RPW‑Wettbewerbe, hybride Modelle und lernende Rahmenverträge. Die Untersuchung identifiziert sowohl Potenziale – etwa durch Festsetzungen zu Nutzungsmischung, Freiraumqualität oder Gestaltung – als auch Hemmnisse wie hohe Regelungsdichte, komplexe Verfahren, starre Normen oder Probleme der Losaufteilung im Vergaberecht. Insgesamt zeigt das Heft, dass eine qualitätvolle, nachhaltige und ressourcenschonende Baukultur möglich ist, wenn Rechtsinstrumente bewusst genutzt und weiterentwickelt werden.