Was ist eigentlich ...Green Budgeting?
Green Budgeting bezeichnet einen Ansatz der öffentlichen Haushaltsplanung, bei dem staatliche Ausgaben und Einnahmen systematisch auf ihre Klima- und Umweltwirkung hin geprüft werden. Ziel ist es, Budgets so zu gestalten, dass sie ökologische Nachhaltigkeitsziele – etwa Klimaschutz oder Biodiversität – aktiv fördern, statt ihnen entgegenzuwirken. Dazu werden einzelne Haushaltsposten klassifiziert: als klimafreundlich, klimaschädlich oder neutral. So wird sichtbar, wie „grün“ ein Haushalt tatsächlich ist und Politik kann gezielt nachsteuern. In Deutschland, Frankreich und der EU werden Formen von Green Budgeting bereits eingesetzt, um beispielsweise Subventionen zu überprüfen und Investitionen stärker an Nachhaltigkeitszielen und -kriterien auszurichten.
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„Green Budgeting macht Kosten und Nutzen für Klimaschutz und -anpassung in öffentlichen Haushalten sichtbar – Nachhaltigkeit wird somit vom zusätzlichen Kennzahlenset zum Gegenstand der Finanzpolitik.“
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Im städtischen Haushalt laufen die Fäden aller kommunalen Vorhaben zusammen – vom Straßenbau über die Schulsanierung bis zur Grünflächenpflege. Jede dieser Entscheidungen hat finanzielle Anforderungen und ökologische Auswirkungen, die sich im Budget widerspiegeln. Gerade deshalb ist der Haushalt ein wirkmächtiges Instrument, um Klimaschutz und Klimaanpassung nicht nur einzelnen Projekten, sondern dem gesamten Handeln einer Kommune zugrunde zu legen.
Vorabveröffentlichung aus: Difu-Magazin Berichte 3/2026