Zirkuläre Bauwirtschaft im Kreis Recklinghausen: Pionierprojekt RE.build
Ziel des Projekts RE.build ist es, Potenziale und Anforderungen des zirkulären Bauens sichtbar zu machen, praxisnah zu erproben und dafür geeignete Organisationsstrukturen im Kreis Recklinghausen zu entwickeln. Dafür werden ein physisches Bauteillager sowie eine digitale Plattform aufgebaut, über die wiederverwendbare Bauteile und Baustoffe im Kreis Recklinghausen erfasst, vermittelt und nutzbar gemacht werden. Im Reallabor wird der Neubau eines Ausbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft unter Einsatz von Sekundärbaustoffen geplant und errichtet. Bildungs- und Qualifizierungsangebote begleiten und unterstützen Handwerk, Verwaltungen und weitere Akteure.
Ein Schwerpunkt liegt auf der langfristigen organisatorischen Verankerung des zirkulären Bauens im Kreis Recklinghausen. Dafür entwickelt das Difu-Projektteam gemeinsam mit den Kommunen und weiteren Akteuren ein Governance-Modell für zirkuläres Bauen, das Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft einbindet. So sollen langfristig Strukturen und Prozesse etabliert werden, die positiv auf die regionale Wertschöpfung wirken. Der Kreis Recklinghausen richtet zur Vernetzung der beteiligten Akteure sowie zur Unterstützung der Projektmaßnahmen und Verstetigung der aufgebauten Strukturen die Stelle eines:r Circular-Economy-Beauftragten ein. Das Governance-Modell wird in der Pilotphase praktisch erprobt, wissenschaftlich begleitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Erkenntnisse werden in einem Transferbericht aufbereitet, sodass die Ansätze auch für andere Kommunen und Regionen nutzbar werden. Mit RE.build entstehen konkrete Lösungen für die Wiederverwendung von Baustoffen sowie die organisatorischen Voraussetzungen, um zirkuläres Bauen dauerhaft im Kreis Recklinghausen zu verankern.