Analyse von Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz im Siedlungsbereich
Im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundes werden unter anderem Maßnahmen von Kommunen und Unternehmen gefördert, die den allgemeinen Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich verbessern und deren Resilienz und Klimaschutzleistung stärken. Im Fokus stehen drei Förderprogramme, die von der Förderbank KfW bzw. den Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut werden. Gefördert werden zum Beispiel die Umstellung auf ein naturnahes Grünflächenmanagement, die Pflanzung von Gehölzen, die Anlage von Wegrainen und Säumen, die Schaffung von Naturoasen, die Renaturierung und Vernetzung extensiv genutzter Flächen, Entsiegelung und Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen, die Begrünung von Gebäuden oder ein dezentrales Niederschlagsmanagement.
Zur Untersuchung der drei Fördermaßnahme im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) das Büro gruppeF - Freiraum für alle GmbH gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik mit der wissenschaftlichen Begleitforschung beauftragt. Die Projektpartner erstellen eine unabhängige, vertiefte Analyse der Förderrichtlinien „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“, „Natürlicher Klimaschutz in kommunalen Gebieten im ländlichen Raum“ und „Förderung von Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes in Unternehmen“ und der in diesem Rahmen realisierten Maßnahmen. Die Erkenntnisse und empirischen Daten der Begleitforschung fließen in die allgemeine externe Evaluation des ANK ein und sollen die Weiterentwicklung der Förderprogramme unterstützen.
Dazu untersucht das Projektteam die Umsetzung von Fördermaßnahmen und -erfolgen hinsichtlich der Förderziele. Weiterhin werden Kommunen und Unternehmen zu den Hemmnissen, Erfolgsfaktoren sowie zu den Erfahrungen bei der Beantragung und Umsetzung von Maßnahmen befragt. Eine Analyse von Referenzprojekten soll herausragende Einzelmaßnahmen identifizieren.