Sichere Koexistenz von Radinfrastruktur und Einsatzrouten
Mit der Neuaufteilung des Straßenraums zugunsten aktiver Mobilität wie des Radverkehrs verändern sich die Bedingungen für Einsatzfahren von Feuerwehr und Polizei. Wie der Straßenraum gestaltet sein muss, damit er sowohl den Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben genügt als auch der Förderung des Rad- und Fußverkehrs zuträglich ist, wird im Forschungsprojekt RESCUE analysiert.
Die Wechselwirkungen zwischen Rettungswesen und Radverkehrsplanung wurden bisher nicht systematisch untersucht, und die konzeptionellen Möglichkeiten der Planung sind bislang nur unzureichend ausgeschöpft worden. Erforderlich ist daher ein integriertes, datengestütztes Planungskonzept, das die Perspektive der Rettungskräfte, insbesondere der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), frühzeitig einbindet.
Ziel des Projektkonsortiums ist eine systematische und evidenzbasierte Aufarbeitung des Zusammenspiels von Radinfrastruktur und Rettungswesen. Dabei werden sowohl Planungsprozesse als auch konkrete Planungslösungen analysiert. Unter Nutzung realer Einsatzdaten werden darüber hinaus die Wirkungen von Infrastrukturmaßnahmen auf nicht polizeiliche Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben analysiert und quantifiziert.
Die Projektergebnisse sollen zur Versachlichung der Diskussion, zur Effizienzsteigerung in Planungsprozessen sowie zur Entschärfung von Planungskonflikten beitragen. Sie schaffen damit eine wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Grundlage, die Kommunen, Planenden, Feuerwehren, Rettungsdiensten sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Dabei arbeiten Wissenschaft, Praxis und Feuerwehren eng zusammen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Verkehrsplanes gefördert.