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Online-Handel – Mögliche räumliche Auswirkungen auf Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren

Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden (Bearb.), Dr. Beate Hollbach-Grömig (Bearb.), Dr. Elke Bojarra-Becker (Bearb.), Dipl.-Ing. Ricarda Pätzold (Bearb.), BBE Handelsberatung/elaboratum, München (Bearb.), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Auftraggeber), Handelsverband Deutschland (HDE) (Auftraggeber), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.)
Veröffentlichungsangaben
Sonderveröffentlichungen, 2017, 132 S., BBSR-Online-Publikation 08/2017

Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) hat sich das Difu, gemeinsam mit den Partnern BBE Handelsberatung und elaboratum aus München, im Auftrag von BMUB, BBSR und HDE (Handelsverband Deutschland) mit den möglichen räumlichen Auswirkungen von Online-Handel auf Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren beschäftigt. Die Ergebnisse der Studie liegen jetzt als BBSR-Online-Publikation vor.

Städte sind seit jeher die Zentren wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Aktivitäten. Unter den verschiedenen städtischen Funktionen kam und kommt dem Handel eine besondere Rolle zu. Signifikante Veränderungen der Orte des Handels wurden damit immer von Auswirkungen auf Stadt, Stadtgestalt und Lebensqualität in den Städten begleitet. Seit mehr als 15 Jahren wird über die Auswirkungen des Online-Handels diskutiert. Mittlerweile zeigt sich, dass der Trend zum Online-Handel eine zunehmend größere Dynamik entfaltet – und sich damit sehr vielschichtig auf Stadt und Raum auswirkt.

Der Online-Handel wächst weiter. Nach HDE-Daten lag der Gesamtumsatz 2016 bei 44 Mrd. Euro, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Städte und Gemeinden sind in vielfältiger Art und Weise aktiv, um die Rahmenbedingungen für attraktive Innenstädte und Stadtteilzentren positiv zu gestalten. Überwiegend handelt es sich dabei nicht um grundlegend neue und am Online-Handel ausgerichtete Aktivitäten. Neu sind allerdings der Handlungsdruck für bestimmte Akteure, ihre Rolle in der Gestaltung von Stadt und Handel und eine intensivere Kooperation.

Das komplexe Wirkungsgefüge und die damit verbundenen Herausforderungen können nach allen Erfahrungen nur durch Strategien einer integrierten Stadtentwicklungspolitik mit dem Ziel der Gewährleistung einer gemeinwohlorientierten Zukunft für die Städte erfolgreich bewältigt werden, in denen das Thema „Einzelhandel“ – analog und digital – seiner zentralen Bedeutung entsprechend gewürdigt werden muss. Das gilt für die Ebene des Bundes, der Länder und der Kommunen gleichermaßen.

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