Umsetzung des "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" und Ausarbeitung des "Klimaschutzplans 2050" für den Bereich Verkehr (UFOPLAN 2016)

Bereich 
Mobilität
Bearbeiter 
Kooperationspartner 
Rupprecht Consult
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Umweltbundesamt (UBA)
Themenfelder 
Laufzeit 
2017 bis 2019

Obwohl der Verkehrssektor für ein Fünftel der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich ist, steht sein Beitrag zur Erreichung der von der Bundesregierung verabschiedeten Klimaschutzzielen bislang weitgehend aus. In diesem Zusammenhang nimmt die Bundesverwaltung eine wichtige Vorbildrolle ein und verpflichtet sich im „Klimaschutzprogramm 2050“ und im Beschluss des „Staatssekretärsausschuss Nachhaltige Entwicklung“ verbindlich, im eigenen Geschäftsbereich nachhaltig zu handeln.

Die Bundesverwaltung kann hier eine Vorbildrolle einnehmen, das Verwaltungshandeln des Bundes im Handlungsfeld Mobilität so auszurichten, dass es möglichst klimaneutral wird. Wo kann man ansetzen? Beschäftigte verursachen Verkehr bei Dienstreisen, Fahrten mit den Fahrzeugen des Fuhrparkes und bei den Wegen zur Arbeit. Um das, was dazu getan werden kann und muss, sinnvoll aufeinander abzustimmen, gibt es ein bewährtes Instrument: das Mobilitätsmanagement. Dabei ist zu beachten: Jede Behörde hat andere Standortvoraussetzungen und auch spezifische Mobilitätsbedarfe. Die Ministerien in Berlin etwa sind aufgrund der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr besser zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus und Bahn zu erreichen als Standorte auf dem Land. Jede Behörde muss deshalb selbst definieren, wo Handlungsbedarf besteht und welche Handlungsoptionen sie hat.

Ein vom Difu im Auftrag des Umweltbundesamtes erarbeiteter neuer Handlungsleitfaden gibt Tipps, wie die Bundesverwaltung ihre Vorbildrolle aktiver gestalten und Mobilität klimaschonend organisieren kann.

Die Ergebnisse des für Bundesverwaltungen konzipierten Leitfadens lassen sich größtenteils auch auf kommunale Verwaltungen übertragen und bieten Hinweise für konkrete Maßnahmen unter anderem:

  • Berechnungsformeln für verursachte Treibhausgas- Emissionen des eigenen Fuhrparks und auf Dienstreisen (Flugreisen),
  • Optionen einer verwaltungsinternen Parkraumbewirtschaftung als Schlüsselkomponente für die Mobilität auf dem Weg zur Arbeit,
  • Änderungsvorschläge für das Bundesreisekostengesetz,
  • Informationen zur nachhaltigen Beschaffung von Fahrzeugen und viele gute Beispiele, die sich bereits in anderen Verwaltungen bewährt haben.