Kriminalprävention für ein sicheres Wohnumfeld – Transdisziplinäre Sicherheitsstrategien für Polizei, Wohnungsunternehmen und Kommunen (transit)

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dr. Holger Floeting (Projektltg.), Dipl.-Ing. Jan Abt, Hanna Blieffert
Kooperationspartner 
Das Projekt wird in einem Forschungsverbund mit der Kriminologischen Forschung und Statistik des Landeskriminalamts Niedersachsen unter Mitwirkung der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH bearbeitet.
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Themenfelder 
Laufzeit 
2013 bis 2016

Das Gesamtvorhaben soll dazu beitragen, Sicherheitsstrategien von Polizei, Wohnungsunternehmen und Kommunen als Endnutzern transdisziplinär zu erarbeiten. Es konzentriert sich auf Fragen der (Alltags-)Sicherheit in der Stadt und dabei besonders auf den engeren Wohnbereich und das weitere Wohnumfeld. Das Teilvorhaben ist ausgerichtet auf die kommunalen Akteure als eine Untergruppe der Akteure, die für die Sicherheitswahrnehmung und Sicherheitsproduktion in den Städten von Bedeutung ist. Städtebauliche und organisatorische Ansätze sowie Strategien zur Verbesserung der Sicherheit im Wohnbereich und Wohnumfeld aus Deutschland und dem europäischen Ausland werden analysiert, um erfolgreiche Ansätze zu identifizieren. Anhand von Fallstudien wird eine Systematik von Präventionsansätzen und Sicherheitsstrategien auf kleinräumiger Ebene sowie zum Umgang von Kommunen mit präventionsrelevanten Themen erarbeitet. Es werden Bedarfsanalysen zu Angst- und Gefahrenräumen für das Wohnumfeld in ausgewählten Fallstudien erarbeitet und Konzepte für kriminalpräventive Sicherheitsmaßnahmen erstellt, die der Erhöhung der Sicherheit und deren Wahrnehmung von Bürgerinnen und Bürgern dienen. Es werden kleinräumige Kriminalitätslagebilder erstellt und mit den räumlichen Ausprägungen subjektiver Wahrnehmung von Sicherheitsakteuren, Vertretern von Wohnungswirtschaft und Kommune und der Wohnbevölkerung in Beziehung gesetzt. Ein übertragbarer Ansatz zur Klassifizierung von Angst- und Gefahrenräumen und eine Best-Practice-Sammlung kriminalpräventiver Handlungsansätze werden erarbeitet. Die herausgearbeiteten Instrumente sollen im Rahmen der Weiterbildung von Fach- und Führungskräften von Polizei, Kommunalverwaltungen und Wohnungsunternehmen eingesetzt werden. Die transdisziplinäre Erarbeitung von Instrumenten und Konzepten soll dazu beitragen Schnittstellenprobleme zwischen der Vielzahl von Akteuren im Bereich Sicherheit in Wohngebieten (BewohnerInnen, Wohnungswirtschaft, Kommune, Polizei, Schule, Einzelhandel, Kirche, Vereine) zu minimieren.

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Weitere Informationen: 
Weiterführende Informationen: 

http://www.transit-online.info

Floeting, H.: Sicher wohnen und sicher leben in der Stadt. In: Zeitschrift der Wohnungswirtschaft Bayern 4/2014, S. 154-158

Blieffert, H. & H. Floeting: Sicherheit im Wohnumfeld. Baulich, technisch, nachbarschaftlich – Aspekte von Sicherheit. In: Die Wohnungswirtschaft 1/2015, S. 20/21.