Foto: Holzhaus, Schild im Vordergrund: Dieses Holzhaus ist in 19 Minuten nachgewachsen

Kommunale Ideen zur Förderung des Holzbaus gesucht

Baden-Württembergs Kommunen können sich mit guten Holzbau-Ideen für eine Förderung bewerben. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und das Difu starten einen Ideenaufruf im Rahmen der Holzbau-Initiative.

Kommunen aus Baden-Württemberg sind eingeladen, sich mit innovativen Holzbau-Ideen für eine Förderung zu bewerben. So wird beispielsweise auch die Entwicklung von Mechanismen und Wegen gefördert, die zur Umsetzung solcher Projekte in Kommunen führen.

Kommunen sind durch aktuelle Herausforderungen wie Klima- und Ressourcenschutz mit neuen Anforderungen an den Städtebau konfrontiert. Als nachhaltige und umweltfreundliche Variante wird der nachwachsende Baustoff Holz immer beliebter. Im Rahmen der Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg sind Kommunen des Bundeslandes eingeladen, sich mit kreativen Ideen und Konzepten für eine Förderung zu bewerben. Der Ideenaufruf wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) durchgeführt.

Die Kommunen sind eingeladen, ihre Ideen zum Planen und Bauen mit Holz im Hochbau einzureichen. Dabei kann es sich um erste Ideen handeln, die einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet werden müssen:

1. Entwicklung und Konzeption des Baus und der Sanierung eigener Liegenschaften,

2. Instrumente und Ansätze der Stadtplanung/-entwicklung,

3. Information, Beratung und Aufklärung Bauwilliger durch die Kommunen (Kommunikation),

4. Sonstiges/Sonderweg.

Die Einreichung von Ideen zur Planung von Einzelobjekten, als auch Quartiers- und Siedlungsansätze, Beratungs- und Qualifizierungsangebote (intern wie extern), Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch andere Formate im kommunalen Planungskontext sind denkbar.

Die Beteiligung soll für die Kommunen in Baden-Württemberg mit keinem großen Arbeitsaufwand verbunden sein. In einem zweistufigen Bewerbungsverfahren muss zunächst nur ein Grobkonzept in Form einer knappen Ideenskizze online eingereicht werden. Nach einer Bewertung durch eine Expert*innengruppe haben ausgewählte Kommunen die Chance, die Projektidee zu vertiefen. Eine finanzielle Unterstützung mit jeweils bis zu 20.000 Euro steht hierfür zur Verfügung (1. Stufe). Anschließend besteht in einem zweiten Verfahren die Möglichkeit eine weitere Förderung in Höhe von bis zu 400.000 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee zu erhalten (2. Stufe).

Holz ist eine nachwachsende Ressource und ein CO2-Speicher, bei seiner Verwendung im Gebäudebau werden vergleichsweise wenige Emissionen produziert. Zudem ist das Material gut geeignet, um die flächensparende Innenentwicklung von Städten und Gemeinden etwa durch Aufstockungen oder Lückenschließungen voranzubringen.

Bewerbungsschluss für die Einreichung der Ideenskizze über den Online-Bewerbungsantrag ist der 21. Dezember 2020 (1. Stufe), nähere Informationen stehen auf der Website der Holzbau-Offensive bereit: www.holzbauoffensivebw.de

Fachkontakte:

Dipl.-Ing. Maic Verbücheln
+493039001263
verbuecheln@difu.de

Dr. Elke Bojarra-Becker
+4922134030828
bojarra@difu.de

 

Kurzinfo: Holzbau-Offensive Baden-Württemberg

Mit der Holzbau-Offensive treibt die Landesregierung seit 2018 das klimafreundliche Bauen mit Holz- und Hybridbauweisen voran. In 13 Innovationspaketen werden zielgerichtet Impulse zur weiteren Entwicklung gesetzt. Ziel der Holzbau-Offensive ist es, das Land als Vorreiter für eine nachhaltige Baukultur zu etablieren. Das Land errichtet eigene Vorhaben soweit möglich in Holz- und Hybridbauweise. Weitere Projekte zur Förderung des Holzbaus werden im Bereich der akademischen Bildung, der Fort- und Weiterbildung, der Baukultur, zur digitalen Weiterentwicklung von Planungs- und Bauprozessen und bei der internationalen Zusammenarbeit durchgeführt.

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) - bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.

Pressemitteilung vom

Pressekontakt

Sybille Wenke-Thiem
+493039001209
wenke-thiem@difu.de