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Kommunale Wärmepässe

Dokumentation eines Seminars

Publikation
Veröffentlichungsangaben
Umweltberatung für Kommunen - UfK, 23, 1998, 90 S., deutsch
Hinweis: Printausgabe vergriffen
Annett Fischer (Hrsg.), Carlo Kallen (Hrsg.)

Wohnungsbau wird im Rahmen von kommunalen Klimaschutzkonzepten als wichtiges Aufgabenfeld definiert, denn langfristig lassen sich hier erhebliche CO2-Minderungspotentiale erschließen. Bei Umsetzung von wirtschaftlichen Energiesparmaßnahmen in Altbauten könnten der Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent gesenkt und damit klimaschädliche Emissionen vermieden werden, die durch Raumheizung oder Warmwasserbereitung entstehen.

Um zum Einsatz von Energiesparmaßnahmen im Wohngebäudebestand zu motivieren, wenden einige Städte und Stadtwerke inzwischen umfassende Strategien an, die möglichst viele Akteure des Baubereichs an einem Tisch versammeln. Eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit wird durch die Einführung und stadtweite Anwendung von Wärmepässen geschaffen. Mit diesem Instrument können Gebäudeeigentümer im Sanierungsfall auf Energiesparmaßnahmen hingewiesen werden. Zusammen mit einer unabhängigen und gewerkeübergreifenden Beratung liefert der Wärmepaß eine einheitliche Bewertungsbasis. Damit kann der Gebäudeeigentümer oder Hauskäufer den Energieverbrauch eines Gebäudes schnell erkennen. Der Paß regt Gebäudeeigentümer außerdem durch klare Empfehlungen zur Durchführung von Dämm-Maßnahmen an und bietet Handwerkern sowie Beratern wichtige Entscheidungskriterien.

Das Konzept des Wärmepasses wurde mit unterschiedlichen Ansätzen und Erfolgen in mehreren bundesdeutschen Kommunen umgesetzt. Fünf dieser Städte, Frankfurt/M., Hamburg, Heidelberg, Münster und Tübingen, stellten ihr Umsetzungs-Know-how im Rahmen des Seminars "Wärmepässe in der Praxis" im Frankfurter Römer vor. Während des kommunalen Erfahrungsaustauschs wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herangehensweisen an Wärmepaßkonzeptionen und deren Ausführung sind. Dennoch konnten auf der Grundlage der präsentierten kommunalen Erfahrungen Schwerpunkte für zukünftige Wärmepaßstrategien herausgearbeitet werden. Die Referentinnen und Referenten gaben dabei auch eine Reihe von Anregungen und Empfehlungen zur Einführung von kommunalen Wärmepässen, die der Dokumentation entnommen werden können.

Auf Basis der vorliegenden Erfahrungen lassen sich zentrale Erfolgsbedingungen nennen. Es ist notwendig,

  • den Wärmepaß als einfach strukturiertes und damit nachvollziehbares, breitenwirksames Instrument zu konzipieren;
  • seine Umsetzung mit finanziellen - erfahrungsgemäß den wirksamsten - Anreizen zu verknüpfen (z.B. Kreditprogramme der Banken);
  • eine umfassende Kooperation mit Schlüsselakteuren (Handwerk, Baugewerbe, Planer, Kreditwirtschaft) in den Mittelpunkt der Strategie zu rücken, um Synergien zu erzielen;
  • zielgruppenorientierte Marketingstrategien zu entwickeln, damit kommunale Klimapässe auf die Resonanz der Verbraucher stoßen.

Weitere Informationen zu dem Band finden Sie hier.