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Braucht flexible Jugendpolitik ein neues Jugendamt?

2. Berliner Diskurs zur Jugendhilfe

Publikation
Veröffentlichungsangaben
Hinweis: Printausgabe vergriffen
Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) (Hrsg.)

Unter diesem Titel befasste sich der 2. Berliner Diskurs zur Jugendhilfe, wie es Ministerialrat Dr. Reinhard Wiesner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in seinem Grußwort formulierte, mit einer Frage, die von zentraler Bedeutung für die künftige Entwicklung der Jugendhilfe in Deutschland ist.

"Die 'Verfassung' des Jugendamtes hat weit mehr als nur eine verwaltungsorganisatorische Dimension. Mit dieser Verfassung sind untrennbar folgende Kernfragen verbunden:

  • die Frage nach der Identität des Jugendamtes als Verwaltungsbehörde oder als sozialpädagogische Institution,
  • die Frage nach der Einheitlichkeit der Jugendhilfe und
  • die Frage nach dem Verhältnis zwischen öffentlicher und freier Jugendhilfe" (vgl. S. 7).

Anliegen des Diskurses war es, durch eine offene Diskussion der unterschiedlichen Positionen den Umfang der Meinungsverschiedenheiten und die Möglichkeiten einer Verständigung abzuklären.

Die Teilnehmer an dieser Veranstaltung erlebten in drei Disputationen eine angeregte und interessante Diskussion zu folgenden Themen:

  • Zweigliedrigkeit des Jugendamtes (Jugendhilfeausschuss und Verwaltung des Jugendamtes),
  • Struktur und Aufgabenbündelung des Jugendamtes sowie
  • Aufsicht der Landesjugendämter über die Kindertageseinrichtungen.

Im Verlaufe der Diskussion wurde eingefordert, dass Jugendhilfe die eigenen Strukturen problemorientiert weiterentwickeln, aber auch bei zunehmender Ressourcenorientiertheit weiterhin als fachgebundenes Wertekonzept verstanden werden müsse, ausgerichtet an den sich wandelnden und komplexer werdenden Lebenslagen der Familien in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Zielsetzung der Jugendhilfe stellte niemand in Frage. Streitig waren letztlich "nur" die Wege dahin.

Aus dem Inhalt

  • Vorwort
  • Dr. Rolf-Peter Löhr, Geschäftsführer des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V., Berlin:
    Das Jugendamt als Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche - Grußwort an den 2. Berliner Diskurs
  • Ministerialrat Dr. Reinhard Wiesner, Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilferecht im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn
  • Disputation I: Zur Zweigliedrigkeit des Jugendamtes und zum Bestand des Jugendhilfeausschusses

    Kontrahenten:

    • Norbert Struck, Vorsitzender des Ausschusses Familie, Frauen und Jugend der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, Bonn, und Jugendhilfereferent im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Frankfurt/Main
    • Karl-Otto Lindlahr, Referent für Sozialwesen, Jugend, Familie und Gesundheit des Deutschen Landkreistages, Bonn
  • Disputation II: Zur Struktur und Aufgabenbündelung des Jugendamtes

    Kontrahenten:

    • Professor Dieter Kreft, Freiberuflicher Fach- und Organisationsberater für öffentliche und freie Träger der sozialen Arbeit, Nürnberg, Honorarprofessor am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Lüneburg
    • Dr. Manfred Wienand, Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit des Deutschen Städtetages, Köln und Berlin
  • Disputation III: Zur Aufsichtsfunktion der Landesjugendämter

    Kontrahenten:

    • Landesrat Markus Schnapka, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAGLJÄ), Köln
    • Uwe Lübking, Beigeordneter für Recht und Soziales des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Berlin
  • Das Jugendamt von morgen ist schon im Entstehen ... – Resümee des 2. Berliner Diskurses
    • Dr. Rolf-Peter Löhr, Geschäftsführer des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK), Berlin
    • Kerstin Landua, Leiterin der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im VfK, Berlin