Dialogforum Jugendhilfe

Bedarfsermittlung inklusiv.

Was Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und der Einglie-derungshilfe voneinander lernen können!
Fr 28 Aug 20

Erkenntnisse, Fragen, neue Ideen: Wissenschaft und Praxis im Dialog - auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.

Mit dem Format „Wissenschaft und Praxis im Dialog“ lädt das Dialogforum „Bund trifft kommunale Praxis“ Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen ins Deutsche Institut für Urbanistik ein, um aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf die Weiterentwicklung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam zu reflektieren: Welche Schlüsse ziehen Wissenschaftler*innen, welche Praktiker*innen aus den neuen Ergebnissen? Welche Folgerungen leiten sie jeweils für das Handeln in der kommunalen Praxis vor Ort ab?

Im thematischen Fokus des ersten vertieften Fachdiskurses steht die durch das BTHG angestoßene Veränderung in der Bedarfsermittlung bei Kindern und Jugendlichen mit (drohenden) Teilhabebeeinträchtigungen. Aktuell herrscht in den einzelnen Kommunen noch ein recht heterogener Umsetzungsstand, was den Einsatz von Instrumenten, Verfahren und die Gestaltung des Gesprächssettings anbelangt.
Fachpolitisch diskutiert wird vor allem, wie die Bedarfsermittlung gesetzeskonform umgesetzt werden kann. Dabei gerät aus dem Blick, dass die Bedarfsermittlung mehr umfasst als die Entwicklung, Implementierung und Anwendung von neuen Instrumenten und Verfahren.
Die Ermittlung des individuellen Bedarfs ist entscheidend für die Qualität, den Verlauf und den Erfolg des gesamten Hilfeprozesses – für Kinder und Jugendliche haben Teilhabeleistungen einen unmittelbaren Einfluss auf ihren Lebensverlauf und ihre weiteren Chancen zur Gestaltung ihres Lebens. Ihre Beteiligung im Rahmen der Bedarfsermittlung ist für sie – wie auch ihre Familien – existenziell bedeutsam.

Sowohl in der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe als auch in der Eingliederungshilfe/ Behindertenhilfe existieren wertvolles Wissen und umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Bedarfsermittlung, die intensiver ausgetauscht werden sollten. Und auch auf der wissenschaftlichen Ebene liegen Erkenntnisse vor, die für das kommunale Handeln vor Ort fruchtbare Impulse liefern.

Vor diesem Hintergrund lädt das Dialogforum „Bund trifft kommunale Praxis – inklusive Kinder- und Jugendhilfe aktiv miteinander gestalten“ Sie ein, u.a. folgende Fragen gemeinsam zu diskutieren:

  • Wie können der personenzentrierte Blick aus der Eingliederungshilfe und der stärker systemische Blick aus der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen der Bedarfsermittlung miteinander verknüpft werde?
  • Inwiefern ermöglicht die Nutzung eines auf der ICF-CY aufgebauten Instruments zur Bedarfsermittlung die Verbindung von Personenzentrierung und systemischer Perspektive mit Blick auf die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen?
  • Wie können die Verfahren zur Bedarfsermittlung so organisiert werden, dass Stigmatisierung und unnötige Besonderung ver-mieden werden?
  • Wie können Bedarfsermittlungsverfahren der kindlichen Entwicklung gerecht werden und Möglichkeiten zu ihrer Beteiligung im Verfahrensprozess eröffnet werden?
  • Welche Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Kinder- und Jugendhilfe und aus Eingliederungshilfe/ Behindertenhilfe sollten Eingang in die Bedarfsermittlung der Zukunft nehmen? Was sollte zukünftig vermieden werden? Wie können wir das realisieren?

Kommen Sie nach Berlin und diskutieren Sie an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, wie eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe aufgestellt sein muss, um zukünftig Teilhabemöglichkeiten für alle Kinder und Jugendliche zu eröffnen!

Details

Führungs- und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe, der Behindertenhilfe, des Gesundheitswesens sowie Vertreter*innen kommunaler Spitzenverbände und der Wissenschaft.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 14. August 2020 an (Online-Formular). Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst nach einer schriftlichen Zusendung der Anmeldebestätigung verbindlich ist, die Sie zeitnah erhalten. Wenn Sie keine Anmeldebestätigung innerhalb von 14 Tagen erhalten sollten, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen. Bitte überweisen Sie die Veranstaltungsgebühr erst nach Erhalt der Rechnung. Bitte nehmen Sie auch hier Kontakt mit uns auf. Sie erklären sich als Teilnehmer*in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwen-det werden. Die Teilnahme von von Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit anderen Beeinträchtigungen ist leider nur einge-schränkt möglich. Daher bitten wir Sie in diesem Fall, vor dem Besuch Kontakt zu uns aufzunehmen.

Absagen: Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 14.08.2020 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig. Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer*innen benannt werden.

Änderungsvorbehalte: Bei zu geringer Beteiligung behalten wir uns vor, Veranstaltungen abzusagen. Die Übernahme jeglicher Ersatz- und Folgekosten der Teilnehmenden wegen Ausfall von Veranstaltungen oder Verschiebung von Terminen sind ausgeschlossen. Aus wichtigen inhaltlichen oder organisatorischen Gründen kann es im Einzelfall erforderlich sein, Programmänderungen vor oder während der Veranstaltung vorzunehmen.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese und alle erforderlichen Informationen finden Sie unter: jugendhilfe-inklusiv.de/agb Mit der Anmeldung werden diese Teilnahmebedingungen von den Teilnehmer*innen anerkannt.

Kosten: Die Tagungsgebühr beträgt 120,- Euro. Die Pausenbewirtung ist in der Gebühr enthalten. Kosten für die Anreise und Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Anreise und Übernachtung: Anreisemöglichkeiten erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung und finden Sie im Internet unter difu.de/institut/standort sowie www.bvg.de. Eine Liste umliegender Hotels erhalten Sie ebenfalls mit der Anmeldebestätigung.

Dialogforum „Bund trifft kommunale Praxis“
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)

Anmeldung

Freie Plätze verfügbar

Datum & Zeit

28.08.2020
10:30-16:30 Uhr

Ort

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Berlin

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