DB-Veranstaltungsticket

Leistbare Stadt – zwischen Wohnungsbau und Bestandspolitik

09. - 10. September 2019 in Berlin

Vor wenigen Jahren betrafen Engpässe bei bezahlbaren Wohnungen noch eine überschaubare Anzahl von Städten. Bis heute ist deren Zahl jedoch stetig gestiegen. Und es handelt sich bei weitem um keine exklusive Herausforderung für Groß- und Universitätsstädte mehr, die sich zudem sukzessive auch in das Umland der betroffenen Städte fortpflanzt. Fokussiert man den Blick einerseits auf die betroffenen Personengruppen, in erster Linie die unteren Einkommensschichten sowie die Empfänger von Transferleistungen, und andererseits auf die bezahlbaren Segmente des Wohnungsmarktes, dann muss ein zunehmendes Ungleichgewicht konstatiert werden: Die Zahl der gebundenen Wohnungen sinkt seit Jahren, während die Angebotsmieten immer neue Rekorde erreichen.

Dagegen hilft das immer wieder beschworene Rezept "Bauen, Bauen, Bauen" erst einmal wenig, da überwiegend teure und nur vergleichsweise wenige geförderte Wohnungen gebaut werden. Einen so großen Wohnungsüberhang zu erzeugen, dass die Marktpreise nach unten korrigiert würden, erscheint dagegen in der derzeitigen Situation illusorisch. Der oft gehörten Binsenweisheit, dass eben nicht jeder im Stadtzentrum wohnen könne, muss entgegnet werden, dass die zunehmende räumliche Ausdifferenzierung nicht nur das soziale "Gewissen" der Stadtgesellschaft berührt, sondern auch deren ökonomische Grundfesten erschüttert. Denn von den städtischen Dienstleistungen über Gewerbebetriebe bis hin zur Polizei, zu Krankenhäusern oder den Stadtverwaltungen selbst verdienen viele Beschäftigte nicht genug für die teurer werdenden Städte.

In dieser Situation richtet sich die Hoffnung auf eigene Wohnungsbaugesellschaften, auf Genossenschaften und auch wieder den Werkswohnungsbau großer Unternehmen. Gleichzeitig wird versucht, den Anstieg der Bestandsmieten zu bremsen. Im Seminar werden sowohl grundsätzliche Fragestellungen als auch verschiedene konzeptionelle Ansätze aus der kommunalen Praxis diskutiert.

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15)
10969 Berlin
Leitung:Dipl.-Ing. Ricarda Pätzold
Dipl.-Ing. Franciska Frölich v. Bodelschwingh
Zielgruppen:

Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Wohnungswesen, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Soziales; Ratsmitglieder sowie Wohnungsbaugesellschaften

Veranstalter:
Anmeldung:

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Anmeldeschluss ist zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Deutschen Landkreistages sowie NGO's.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 495,– Euro.

Diese Gebühren sind nach § 4 UStG Abs. 22a steuerfrei.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für Anfahrt und Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Diese und alle erforderlichen Informationen finden Sie unter:
www.difu.de/agb.

Ansprechpartner:
Anja Kleppek
Tel.: +493039001243
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E-Mail: kleppek@difu.de