DB-Veranstaltungsticket

Praxiswerkstatt "Energetische Gebäudesanierung - Klimaschutz & Wertschöpfung kommunal gestalten"

21. Februar 2018 in Mülheim an der Ruhr

Durch Maßnahmen im Bereich der Gebäudeeffizienz können fossile Energien und klimaschädliche Treibhausgase langfristig in beträchtlichem Maße eingespart werden. Zugleich lösen diese Investitionen finanzielle Umsätze aus, welche zu großen Teilen vor Ort bei lokalen Planern und Handwerkern verbleiben. Die umgesetzten Maßnahmen verringern in der Regel den Abfluss von Geldmitteln aus der Region für den Einkauf fossiler Energieträger und eröffnen so Chancen für die regionale Wertschöpfung.

Keine Energiewende ohne Wärmewende im Gebäudebereich

Die gesteckten Klimaziele bedürfen einer Intensivierung der Bemühungen im Gebäudebereich. Raumwärme und Warmwasser für die rund 21 Millionen Gebäude in Deutschland machen zwei Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs aus. 63 Prozent aller Gebäude wurden dabei vor der ersten Wärmeschutzverordnung in 1979 errichtet und die energetische Sanierungsrate ist mit rund einem Prozent weiterhin deutlich zu gering, um die im Gebäudebereich benötigte Transformationsgeschwindigkeit zu erreichen.

Trotz den von vielen kommunalen Akteuren bisher als ungenügend bezeichneten bundespolitischen Rahmenbedingungen, vor allem der weitgehend fehlenden Bepreisung der externen Kosten fossiler Energieträger und damit einhergehender betriebswirtschaftlicher Unsicherheiten bezüglich qualitativ hochwertiger energetischer Gebäudesanierung, entstehen auf kommunaler Ebene zahlreiche Beispiele guter Praxis. Sie zeigen, wie Bürgermeister und Stadtverwaltungen mit Weitblick die energetische Gebäudesanierung direkt vor Ort befördern können, sei es im direkten Wirkkreis der Kommune, also dem eigenen Gebäudemanagement, oder über die Aktivierung anderer kommunaler Akteure. In der Werkstatt werden gute Beispiele vorgestellt. Fragen, die behandelt werden sollen, sind u.a.:

  • Was können Kommunen für ihre eigenen Liegenschaften erreichen?
  • Welche Kosteneinsparungen lassen sich durch das kommunale Energiemanagement erreichen?
  • Welche strategischen und konzeptionellen Rahmenplanungen sind möglich?
  • Welche Instrumente bestehen im Bereich Stadtentwicklung und -planung?
  • Wie können Kommunen sinnvoll fördern und beraten?
  • Welche Fördermöglichkeiten können die Kommunen nutzen?

Die Referentinnen und Referenten, genauso wie zahlreiche Teilnehmende, bringen jahrelange Erfahrung und ausgewählte Praxisbeispiele mit. Vorbilder, Erfahrungen, Tipps und Werkzeuge werden präsentiert, ausgetauscht und diskutiert. Der gegenseitige Austausch und das Lernen voneinander sollen dabei im Vordergrund stehen.

Praxiswerkstätten kommunaler Klimaschutz des Difu

Mithilfe der Praxiswerkstätten sollen interessierte Kommunen bei der Übertragung erfolgreicher Klimaschutzprojekte auf ihre lokalen Bedingungen unterstützt werden. Ziel ist es, anhand vorbildlicher Praxisbeispiele konkrete Planungsschritte und Tipps für die eigenen Projekte zu erarbeiten. Die Praxiswerkstätten können durch eine Förderung des Bundesumweltministeriums kostenfrei angeboten werden. Das Motto lautet: vormachen, mitmachen, nachmachen!

Veranstaltungsort:
Mülheim an der Ruhr
Leitung:Dipl.-Geogr. Jan Walter
Veranstalter:
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