DB-Veranstaltungsticket

Inklusion in Schulen – vom Konzept zur Investition in der Kommune

14. - 15. November 2016 in Berlin

Im Jahr 2009 hat die Bundesrepublik das "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" ratifiziert. Als völkerrechtlicher Vertrag entfaltet die Konvention bindende Wirkung. Innerstaatlich ist sie deshalb – unter Berücksichtigung der föderalen Kompetenz- und Finanzverteilung – entsprechend umzusetzen. Besondere Bedeutung kommt dabei Art. 24 Abs. 1 der Konvention zu: "Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen (…)". Danach dürfen Menschen mit Behinderungen aufgrund ihrer Behinderung nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Diese konzeptionelle Neuerung begründet vor allem für die Kommunen zusätzliche Investitionsbedarfe in einem ihrer ohnehin schon ausgabenstärksten Haushaltsbereiche. Das vom Difu durchgeführte "KfW-Kommunalpanel 2016" belegt, dass die Kämmereien mit Blick auf die verpflichtend umzusetzende Inklusion im Bildungsbereich in Zukunft deutlich höhere Ausgabenbedarfe (68 Prozent) als in der Vergangenheit (35 Prozent) erwarten. Inklusion weist damit also auch eine finanz- und haushaltspolitische Dimension auf, die es im Seminar unter folgenden Fragestellungen zu diskutieren gilt:

  • Welche Investitionsbedarfe kommen auf die Kommunen in den kommenden Jahren aufgrund der
    verpflichtenden Implementierung des Inklusions-Ansatzes zu?
  • Welche pädagogisch-konzeptionellen Überlegungen begründen dabei welche Investitionsbedarfe für die Kommunen?
  • Welcher Zeitrahmen und welche Umsetzungstiefe sind für die (flächendeckende) Implementierung des inklusionspädagogischen Ansatzes erforderlich und realistisch?
  • Welche (finanziellen) Unterstützungsleistungen können die Kommunen von den jeweiligen Bundesländern erwarten? Wo hakt es ggf. in der Zusammenarbeit zwischen Ländern und Kommunen?
  • Welche "Best Practice" existieren, um den Zielkonflikt zwischen Implementierungspflicht des
    Inklusionsansatzes und haushaltspolitischen Konsolidierungsnotwendigkeiten zu entschärfen?

Diese und andere Fragen soll im Rahmen von Experten-Inputs sowie im direkten Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert werden.

Hinweis:
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme Fortbildungspunkte erhalten, ebenso die Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammer von Schleswig-Holstein sowie der Architektenkammer des Saarlandes. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie die Veranstaltung bei anderen Kammern anerkennen lassen wollen, so dass wir dies für Sie prüfen können.

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15)
10969 Berlin
Leitung:Dr. Henrik Scheller
Dipl.-Volkswirt Rüdiger Knipp
Zielgruppen:

Fach- und Führungskräfte aus den Kämmereien sowie den Bereichen Bildung, Soziales, Jugend, Kultur, Sport sowie Ratsmitglieder

Veranstalter:
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Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 01. November 2016 an.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgende Möglichkeiten:

Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst nach einer schriftlichen Zusendung der Anmeldebestätigung verbindlich ist, die Sie zeitnah erhalten. Wenn Sie keine Anmeldebestätigung innerhalb von 14 Tagen erhalten sollten, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen. Bitte überweisen Sie die Veranstaltungsgebühr erst nach Erhalt der Rechnung. Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie erklären sich als Teilnehmer/in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwendet werden. Die Daten unterliegen den gesetzlichen Datenschutzvorschriften und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen Sie darauf hin, dass im Rahmen einiger Difu-Veranstaltungen Foto- und Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden.

Absagen: Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 01. November 2016 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig. Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer/innen benannt werden.

Änderungsvorbehalte: Bei zu geringer Beteiligung behalten wir uns vor, Veranstaltungen abzusagen. Die Gebühr wird in diesem Fall selbstverständlich erstattet. Die Übernahme jeglicher Ersatz- und Folgekosten der Teilnehmer wegen Ausfall von Veranstaltungen oder Verschiebung von Terminen sind ausgeschlossen. Aus wichtigen inhaltlichen oder organisatorischen Gründen kann es im Einzelfall erforderlich sein, Programmänderungen vor oder während der Veranstaltung vorzunehmen.

Mit der Anmeldung werden diese Teilnahmebedingungen von den Teilnehmer/innen anerkannt.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten sowie für Polizeibedienstete
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Deutschen Landkreistages, NGO und Mitarbeiter/innen aus kommunalen Wohnungsunternehmen

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 495,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Ansprechpartner:
Sylvia Koenig
Tel.: +493039001258
Fax.: +493039001268
E-Mail: koenig@difu.de