DB-Veranstaltungsticket

Kommunale Liegenschaftspolitik

Zwischen Verkaufen, Behalten und Neuerwerben

11. - 12. Juni 2015 in Berlin

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich jedoch in eine Warteliste eintragen.

Bei der Betrachtung des gemeindlichen Bodeneigentums können die fiskalische Funktion der Liegenschaften, die Funktion der öffentlichen Nutzung der Liegenschaften und die stadtentwicklungspolitische Funktion der Liegenschaften unterschieden werden (Mäding 1999). Insbesondere die Letztere wird nach Jahren des Flächenverkaufs unter dem Druck der Haushaltskonsolidierung heute wieder intensiv diskutiert. Die Lager – "veräußern" versus "halten und besser nutzen" – sind nicht verschwunden, aber die Vorzeichen der Debatten haben sich vor allem wegen der steigenden Bedeutung des Themas Wohnen verändert. Beschränkt man den liegenschaftspolitischen Blick allerdings nur auf die Wohnungspolitik wird dies einer nachhaltigen Bodenpolitik nicht gerecht – dazu gehören ebenso die Gewerbepolitik, die Vorratspolitik ("Bodenvorrat macht unabhängig" Pirkel 1959: 403) und die Preispolitik (Beeinflussung der Bodenpreise).

Parallel zu dem gestiegenen Interesse an "Stadt" findet auch die Liegenschaftspolitik immer mehr öffentliche Beachtung. So wird verstärkt darüber diskutiert, wie über die "Bestimmung" städtischer Flächen entschieden wird und vor welchem zeitlichen Horizont solche Entscheidungen getroffen werden (müssten). In den Städten fordern u.a. zivilgesellschaftliche Initiativen einen neuen oder anderen Umgang mit der Ressource Boden und vor allem eine Abkehr vom Verwertungsprinzip (z.B. die "Initiative Stadt Neudenken" in Berlin).

Der eine oder andere neidvolle Blick geht sicher nach Wien, einer Stadt mit einem traditionell langfristig ausgerichteten strategischen Flächenmanagement. De facto unterscheidet sich der Umgang mit kommunalen Liegenschaften mit Blickrichtung Wohnen – aber auch Gewerbe – in den Städten deutlich voneinander. Dies betrifft die institutionelle Verortung, grundlegende strategische Fragen und die jeweilige politische Einbettung des Themas.

In dem Seminar werden der Umgang mit und das Management von städtischen Liegenschaften diskutiert – und zwar der Flächen, die nicht für eigene Zwecke benötigt werden. Es gibt sicher keinen "Königsweg", aber eine Reihe von vielversprechenden Ansätzen und Instrumenten. Im Einzelnen werden folgende Fragen aufgegriffen:

  • Aktives Liegenschaftsmanagement und baurechtliche Optionen
  • Wie kann eine zeitgemäße, transparente Liegenschaftspolitik aussehen?
    Gestaltungsspielräume von Städten mit hohem und niedrigem Entwicklungsdruck.
  • Wie gestalten sich Einsatz und Rolle von städtischen Liegenschaften – z.B. in der Wohnraumförderung? Wie können Vergabekriterien (z.B. Konzeptvergabe) gemeinwohlorientiert konfiguriert werden?
  • Welche Chancen sind mit einer Renaissance des Erbbaurechts verbunden?
  • Welche Alternativen zum städtischen Flächenbesitz gibt es? Welche Möglichkeiten bestehen u.a. für Quotierungen für preiswerten Wohnungsbau (auch außerhalb städtischer Liegenschaften)?

Hinweis:
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme Fortbildungspunkte erhalten, ebenso die Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammer von Schleswig-Holstein sowie der Architektenkammer des Saarlandes. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie die Veranstaltung bei anderen Kammern anerkennen lassen wollen, so dass wir dies für Sie prüfen können.

Zielgruppen:

Führungs- und Fachpersonal aus den Fachbereichen Stadtentwicklung, Finanzen, Bauen und Planen, Wirtschaftsförderung aus Kommunen sowie Ratsmitglieder

Leitung:Dipl.-Ing. Ricarda Pätzold
Dipl.-Ing. Franciska Frölich v. Bodelschwingh
Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstraße 13-15 (Eingang 14-15)
10969 Berlin
Anmeldung:

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich jedoch in eine Warteliste eintragen.

Warteliste

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die schriftliche Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie zeitnah nach Ihrer Anmeldung. Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie erklären sich als Teilnehmer/in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwendet werden. Die Daten unterliegen den gesetzlichen Datenschutzvorschriften und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen Sie darauf hin, dass im Rahmen einiger Difu-Veranstaltungen Foto- und Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden.

Absagen:
Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 28. Mai 2015 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig.
Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer/innen
benannt werden.

Änderungsvorbehalte:
Bei zu geringer Beteiligung behalten wir uns vor, Veranstaltungen abzusagen. Die Gebühr wird in diesem Fall selbstverständlich erstattet. Die Übernahme jeglicher Ersatz- und Folgekosten der Teilnehmer wegen Ausfall von Veranstaltungen oder Verschiebung von Terminen sind ausgeschlossen. Aus wichtigen inhaltlichen oder organisatorischen Gründen kann es im Einzelfall erforderlich werden, Programmänderungen vor oder während der Veranstaltung vorzunehmen.

Mit der Anmeldung werden diese Teilnahmebedingungen von den Teilnehmer/innen anerkannt.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Bereichen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Deutschen Landkreistages und NGOs.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 495,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Ansprechpartner: Karin Krier
Herunterladen: