DB-Veranstaltungsticket

Zivilgesellschaftliche Akteure in der Daseinsvorsorge: Interessen, Chancen und Grenzen

Die Veranstaltung kann leider nicht durchgeführt werden.

03. - 04. April 2014 in Wuppertal

Seminar in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal

Dieses Seminar befasst sich mit der Rolle und dem Umgang mit nicht öffentlichen Akteuren bei der Gestaltung der kommunalen Daseinsvorsorge. Hierzu gilt es zunächst die Begrifflichkeiten zu konkretisieren. So wird Zivilgesellschaft bei dieser Veranstaltung eher weit gefasst und schließt beispielsweise Genossenschaften oder Kirchen mit ein. Im Fokus stehen aber weniger die Rechts- oder Organisationsformen, als vielmehr die Frage, wie die beteiligten Personen mit den unterschiedlichen Interessen, Logiken, Ansprüchen und Möglichkeiten der jeweils anderen Akteure bzw. Akteursgruppen umgehen (können).

Bedeutung haben zivilgesellschaftliche Akteure vielfach bei sozialen oder kulturellen Projekten. Bei der Energie- oder Wasserversorgung gewinnen zurzeit gerade Genossenschaften an Bedeutung. Dabei wird das Engagement nicht unbedingt von der öffentlichen Hand eingefordert, sondern es entsteht oft aus einer persönlichen Motivation oder Interessenslage heraus. Zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort lassen sich nicht verordnen. Initiativen entstehen da, wo von einer Bevölkerungsgruppe (subjektiv) ein Handlungsbedarf gesehen wird, der nicht unbedingt den Prioritäten oder Bearbeitungserfordernissen der öffentlichen Hand entsprechen muss. Zivilgesellschaftliche Akteure sind damit auf jeweils eigene Art und Weise heterogen, interessengeleitet und selbstbestimmt. Dies macht den Umgang mit ihnen und das Handeln für Politik und Verwaltung nicht immer einfach. Und dennoch lassen sich Standards vor Ort kaum noch ohne solche Engagementstrukturen erhalten. Zwar lassen sich an einem Ort gemachte Erfahrungen auf Grund der jeweiligen Kulturen und Akteurskonstellationen auf den ersten Blick nur begrenzt auf einen anderen Ort übertragen. Gleichwohl gibt es aber Spielregeln und Standards, die ein Miteinander erleichtern. Hierzu müssen Chancen und Grenzen von Anfang an ehrlich thematisiert und kommuniziert werden. Inhalte des Seminars sollen sein:

  • Wie kann man effektiv und gemeinsam in Partnerschaften zur Sicherung der Daseinsvorsorge beitragen?
  • Wie lassen sich solche Partnerschaften generieren?
  • Lässt sich ein konstruktiver Diskurs über Daseinsvorsorge und Zuständigkeit für Daseinsvorsorge führen, ohne in die Kritik der Aufgabenabwälzung zu gelangen?
  • Wie lassen sich die unterschiedlichen Interessen und Handlungslogiken vereinbaren?
  • Welche Aufgaben eignen sich in besonderer Weise – welche eignen sich überhaupt nicht?
  • Wo liegen die Grenzen des Miteinanders?
  • Lassen sich Rahmenbedingungen generieren, die selbstverantwortliche und konstruktive Zusammenarbeit fördern?

Hinweis:
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme Fortbildungspunkte erhalten, ebenso die Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammer von Schleswig-Holstein sowie der Architektenkammer des Saarlandes. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie die Veranstaltung bei anderen Kammern anerkennen lassen wollen, so dass wir dies für Sie prüfen können.

Zielgruppen:

Seminar für Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Stadtentwicklung und Stadtplanung, Bildung und Soziales, Bürgerservice, Öffentlichkeitsarbeit, Ver- und Entsorgung, Ratsmitglieder und Vertreter der Zivilgesellschaft

Leitung:Dr. Elke Becker
Dr. Beate Hollbach-Grömig
Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Rathaus Wuppertal
Johannes Rau Platz 1
42275 Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 20. März 2014 an.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgende Möglichkeiten:

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die schriftliche Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie zeitnah nach Ihrer Anmeldung.

Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie erklären sich als Teilnehmer/in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwendet werden. Die Daten unterliegen den gesetzlichen Datenschutzvorschriften und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen Sie darauf hin, dass im Rahmen einiger Difu-Veranstaltung Foto- und Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden.

Absagen
Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 20. März 2014 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig. Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer/innen benannt werden.

Änderungsvorbehalte:
Bei zu geringer Beteiligung behalten wir uns vor, Veranstaltungen abzusagen. Die Gebühr wird in diesem Fall selbstverständlich erstattet. Die Übernahme jeglicher Ersatz- und Folgekosten der Teilnehmer wegen Ausfall von Veranstaltungen oder Verschiebung von Terminen sind ausgeschlossen. Aus wichtigen inhaltlichen oder organisatorischen Gründen kann es im Einzelfall erforderlich werden, Programmänderungen vor oder während der Veranstaltung vorzunehmen.

Mit der Anmeldung werden diese Teilnahmebedingungen von den Teilnehmer/innen anerkannt.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Bereichen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Deutschen Landkreistages.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 505,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Ansprechpartner:
Bettina Leute
Tel.: +493039001148
Fax.: +493039001268
E-Mail: leute@difu.de

Weitere Informationen:
application/pdf iconProgrammflyer (256,3 kB)