DB-Veranstaltungsticket 2016

Zu Fuß mobil im Quartier

Synergien kommunaler Stadtentwicklungs-, Gesundheits-, Umwelt- und Verkehrspolitik

27. - 28. März 2014 in Berlin

Gute Bewegungsfreiheit zu Fuß und angenehmer Aufenthalt stärken den lokalen Einzelhandel und die soziale Interaktion im Quartier – so auch die Intention des Weißbuchs Innenstadt des BMVI. Wenn die Angebote und Qualitäten des Nahbereichs überhaupt erst wieder "auf der Landkarte im Kopf" vorkommen, können weite Pkw-Wege substituiert und so ein Beitrag zum kommunalen Klimaschutz geleistet werden. Die körperliche Bewegung auch bei längeren Alltagswegen zu Fuß und mit dem Rad wirkt zugleich als Gesundheitsförderung.

Das Seminar diskutiert neben der Relevanz dieser Wirkungszusammenhänge, wie diese Ziele mit einer besseren Vernetzung in der Kommunalverwaltung (z.B. im Rahmen verkehrspolitischer Strategien oder des Mobilitätsmanagements) umgesetzt werden können und welche Förderkulisse aus den verschiedenen Politikfeldern in der Zukunft zu erwarten ist.

Außerdem geht es um den konkreten Straßenraum im Stadt- und Ortsteil sowie um aktuelle Erfahrungen mit der Umgestaltung von Plätzen und Geschäftsstraßen, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Wie können optimale Bedingungen für die Mobilität zu Fuß und damit mehr Nahbereichsorientierung geschaffen werden? Und welchen Beitrag liefert der Fußverkehr für die Entwicklung von Innenstädten und Ortszentren?

In der Praxis besteht mittlerweile ein breites Spektrum an Instrumenten. Auf Entwurfsseite bieten beispielsweise die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) oder die Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen (HBVA) Anhaltspunkte. Eine dynamische Entwicklung ist im Einsatz der "Begegnungszone" zu sehen, die als innovatives Instrument der Verkehrsregelung bereits in mehreren Ländern Europas Mischverkehr bei geringen Fahrgeschwindigkeiten ermöglicht. Hinzu kommen Erfahrungen mit innovativen Verfahrensdesigns, beispielsweise bezüglich Bürgerbeteiligung. Diese neuen Ansätze werden im Seminar in Hinblick auf die Hoffnung vieler Kommunen diskutiert, die Mobilität im Quartier neu zu konzipieren.

Dabei fließen auch aktuelle Trends aus der WALK21, der internationalen Leitkonferenz für das Zufußgehen und den öffentlichen Raum, mit ein. Die WALK21 fand - erstmals in Deutschland - im September 2013 in München statt, mit rund 520 Teilnehmenden aus 43 Ländern, darunter Kommunalvertretern aus 20 Ländern. Dabei wurde deutlich: Zufußgehen bedeutet Basismobilität, ist auf vielfache Weise mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung verbunden, mit prosperierenden Zentren, Gesundheitsförderung, sozialem Zusammenhalt und verkehrssparsamen Siedlungsstrukturen für den langfristigen Klimaschutz. Nicht zuletzt ist rund ums Zufußgehen auch viel Neues in Entwicklung: Smartphone-Apps bis hin zur Google-Brille verändern die Perzeption des Straßenraums ("augmented reality") und in letzter Konsequenz auch die Stadt- und Verkehrsplanung.


In Kooperation mit dem "Netzwerk Shared Space" aus SRL, VCD, ADFC und FUSS e.V.

Hinweis:
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme Fortbildungspunkte erhalten, ebenso die Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammer von Schleswig-Holstein sowie der Architektenkammer des Saarlandes. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie die Veranstaltung bei anderen Kammern anerkennen lassen wollen, so dass wir dies für Sie prüfen können.

Zielgruppen:

Verwaltungsmitarbeiter/innen der Bereiche Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Quartiersmanagement, Gesundheitsförderung, Klimaschutz; Mandatsträger/innen sowie für Vertreter/innen der Zivilgesellschaft

Leitung:Dipl.-Geogr. Jörg Thiemann-Linden
Wolfgang Aichinger
Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Deutsches Insttut für Urbanistik
Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15)
10969 Berlin
Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 13. März 2014 an.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgende Möglichkeiten:

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die schriftliche Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie zeitnah nach Ihrer Anmeldung.
Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie erklären sich als Teilnehmer/in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwendet werden. Die Daten unterliegen den gesetzlichen Datenschutzvorschriften und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen Sie darauf hin, dass im Rahmen einiger Difu-Veranstaltung Foto- und Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden.

Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 13. März 2014 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig. Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer/innen benannt werden.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Bereichen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Deutschen Landkreistages.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 505,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Ansprechpartner:
Bettina Leute
Tel.: +493039001148
Fax.: +493039001268
E-Mail: leute@difu.de

Weitere Informationen: