DB-Veranstaltungsticket

Wenn ich Ihnen sage, dass nur Sie das können ... Empowerment in der Kinder- und Jugendhilfe

28. - 29. November 2013 in Berlin

Bürgerbeteiligung hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Es ist ein neues gesellschaftliches Grundverständnis von aktiver Beteiligung entstanden, das viele Lebenslagen der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Lebensumfeld umfasst. In der sozialen Arbeit gewinnt "Empowerment" als Handlungskonzept zunehmend an Bedeutung.

"Empowerment" als Begriff
… ist dabei eher als "Schlagwort" zu verstehen, das mit konkreten praktischen Inhalten gefüllt werden muss. In den Handlungsfeldern der Jugendhilfe bedeutet dies, professionelle Hilfen nicht losgelöst von den Beweggründen, Ressourcen und Rechten von Klient/innen zu planen und umzusetzen. Dabei spielt die Kooperation mit Eltern eine viel größere Rolle als bisher. Für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe ist damit eine Rollenänderung verbunden, die für beide Seiten klar definiert sein muss. Was bedeutet es für mich als Fachkraft, sich eher aktivierend und moderierend in Hilfeplanungsprozesse einzubringen und als Fachexperte zurückzunehmen? Für Familien geht es darum, sich als Experten ihres eigenen Lebens zu verstehen, Lösungen vorzuschlagen und mit zu erarbeiten.

Wie leben "wir" Erziehungspartnerschaft?
… ist die Hauptfrage dieser Tagung.

  • Wie und mit welcher Haltung arbeiten wir als professionelle Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe derzeit mit Familien und wie gelingt uns der Zugang zu ihnen?
  • Wie können wir Eltern besser in den Hilfeprozess einbeziehen, sie im Hilfeplangespräch "in der Kooperation" halten und in ihrer Erziehungsverantwortung stärken?
  • Welche Haltung und Positionen nehmen die Eltern dabei ein? Welche Mitspracherechte haben Kinder und Jugendliche hierbei?
  • Wie können wir Familien zu selbstbestimmterem Umgang mit ihren Problemen und deren Lösung befähigen?

Wie kann das in der Praxis gelingen?
… wenn man weiß, dass die unterschiedlichen Handlungsfelder in der Kinder- und Jugendhilfe beim Gestalten dieser Erziehungspartnerschaften berücksichtigt werden müssen? Im ASD und beim Kinderschutz ist dies viel schwieriger als z.B. in der Jugendsozialarbeit. Hierzu werden wir Ihnen praktische Beispiele in Arbeitsgruppen präsentieren und im Plenum den "Familienrat" als methodischen Ansatz vorstellen.

Kritische Fragen gehören dazu
… und sind u.a. Fragen nach der Wirksamkeit und Professionalität des Empowerment-Ansatzes. Für viele Menschen ist ihre Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit z.B. in Krisen oder bei Krankheiten sehr stark eingeschränkt. Überfordern "wir" manche Familien dann nicht?

Erfahrungen anderer "Überzeugungstäter"
… sind auch dabei. Vielleicht werden Sie es ja auch?

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstr. 13-15
10969 Berlin
Leitung: Kerstin Landua
Veranstalter:
Anmeldung:
Kosten: 
Ansprechpartner:
Ivonne Jäkel
Tel.: +493039001139
Fax.: +493039001146
E-Mail: jaekel@difu.de

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