DB-Veranstaltungsticket

Novelliertes Personenbeförderungsrecht – Welche Handlungsanforderungen ergeben sich für die ÖPNV-Aufgabenträger?

28. Februar 2013 in Berlin

Zum 1. Januar 2013 ist das novellierte Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Kraft getreten, nachdem Bund und Länder im September 2012 nach langen Verhandlungen einen Kompromiss über die Anpassung des PBefG an die bereits seit 3. Dezember 2009 geltende Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 erzielt haben. Wenn auch das novellierte PBefG in der Kontinuität des vorangegangenen steht, so gibt es doch auch zahlreiche Änderungen und neue Instrumente, die Anpassungen in der Vorgehensweise erforderlich machen. Zu nennen sind hier beispielsweise einzuhaltende Fristen und Regelungen für die Vorabbekanntmachung und bei der Direktvergabe. Das neue PBefG definiert die Eigenwirtschaftlichkeit enger und erweitert die Möglichkeiten der Aufgabenträger, auf das ÖPNV-Angebot Einfluss zu nehmen. Die Aufgabenträger können in der Vorabbekanntmachung Anforderungen unter anderem an den Fahrplan und die Beförderungsentgelte angeben, so dass der auch im novellierten PBefG bestehende Vorrang eigenwirtschaftlicher Verkehre gegenüber der früheren Regelung eingeschränkter ist. In diesem Zusammenhang erhält auch der Nahverkehrsplan ein höheres Gewicht. Weitere Änderungen und Neuerungen des aktuellen PBefG betreffen unter anderem die Möglichkeit zur Vergabe ausschließlicher Rechte durch den Aufgabenträger, die Genehmigungsfähigkeit alternativer Bedienformen sowie in einer längerfristigen Perspektive die Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit im ÖPNV.

Im Fokus des Brennpunktseminars stehen die Handlungsanforderungen, die es unter dem novellierten PBefG für Aufgabenträger zu beachten gilt. Dabei wird insbesondere folgenden Fragestellungen nachgegangen:

  • Wie haben sich durch die Novellierung die Gestaltungsmöglichkeiten für die Aufgabenträger verändert?
  • Welche Rolle haben Aufgabenträger, Genehmigungsbehörde und Verkehrsunternehmen?
  • Welche Anforderungen muss der Nahverkehrsplan erfüllen?
  • Welche Bedeutung kommt der Vorabbekanntmachung als Steuerungsinstrument zu?
  • Wie können Direktvergaben an kommunale Verkehrsunternehmen unter dem neuen Rechtsregime realisiert werden?

 

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13–15
10969 Berlin (Berlin)
Leitung:Dr. phil. Jürgen Gies
Dipl.-Volkswirt Tilman Bracher
Zielgruppen:Seminar für Führungs- und Fachpersonal des öffentlichen Verkehrs aus den Bereichen Aufgabenträgerschaft, Verkehrsplanung, Recht, kommunale Unternehmen und für Ratsmitglieder
Veranstalter:
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Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 14. Februar 2013 an.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgende Möglichkeiten:

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die schriftliche Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie zeitnah nach Ihrer Anmeldung. Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 150,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 210,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Bereichen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Deutschen Landkreistages.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 250,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Ansprechpartner: Heike Klix