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Difu-Berichte 4/2018 - Bedeutung urbaner Standorte für Gewerbeflächen nimmt zu

Die Ergebnisse einer Vorstudie zur Aktualisierung des Stadtentwicklungsplans StEP Industrie und Gewerbe Berlin sind auch auf andere wachsende Städte übertragbar. Das Difu erstellte gemeinsam mit weiteren Partnern ein Konzept für den Berliner Senat.

Wachsende Großstädte stehen vor spezifischen Herausforderungen bei der Planung, Entwicklung und Sicherung von Industrie- und Gewerbeflächen: Im Zuge des technologischen und strukturellen Wandels verändern sich die Standortanforderungen. Die Bedeutung weicher und personenbezogener Standortfaktoren nimmt weiter zu. Insgesamt sind die räumlichen Implikationen ökonomischer Entwicklungstrends wie Industrie 4.0 vielfach noch nicht absehbar. Deutlich wird jedoch, dass die wachsende Flächennachfrage produzierender Betriebe sich auch auf innerstädtische Flächen ausweitet, wo sie auf starke Nutzungskonkurrenzen stößt und Teil von Verdrängungsprozessen wird. Politik und Verwaltung – hier insbesondere Stadtplanung und Wirtschaftsförderung – stehen vor mehreren Herausforderungen: speziell für Gewerbeflächen in integrierten Lagen Argumente zur Flächensicherung zu finden, die Flächennachfrage von Unternehmen mit dem Anspruch einer nachhaltigen und effizienten Flächennutzung in Einklang zu bringen und geeignete Handlungsansätze zu entwickeln, die aktuellen Entwicklungstrends entsprechen. Wie viele wachsende Großstädte hat auch Berlin vor diesem Hintergrund seine Industrie- und Gewerbeflächenplanung auf den Prüfstand gestellt und erarbeitet derzeit eine Aktualisierung des Stadtentwicklungsplans StEP Industrie und Gewerbe.

Das Difu hat in Kooperation mit dem Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St.Gallen und dem Büro Spath & Nagel im Rahmen einer Vorstudie im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin ein Konzept zur Fortschreibung des StEP Industrie und Gewerbe erarbeitet. Grundlage dafür war eine Analyse vorherrschender Trends der Stadtentwicklung und ökonomischer Entwicklungstrends mit ihren räumlichen Implikationen sowie eine vergleichende Analyse von Wirtschaftsflächenkonzepten aus insgesamt zehn Großstädten. Die Ergebnisse wurden in Gesprächen mit kommunalen Fachleuten weiter vertieft und verifiziert. Der darauf aufbauende Konzeptentwurf für den StEP Berlin wurde im Rahmen von mehreren Workshops der Fachöffentlichkeit (u.a. IHK, Fachressorts der Senatsverwaltung und der Bezirke) vorgestellt, diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt.

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In einer neuen Difu-Publikation wurden die Vorstudien- Ergebnisse so aufbereitet, dass sie auch für wachsende Großstädte Allgemeingültigkeit haben. Einleitend wurden die ökonomischen und technologischen Trends – wie etwa die Digitalisierung und zunehmende Wissensorientierung der Wirtschaft – und deren stadträumliche Auswirkungen und Konsequenzen für die Gewerbeflächenpolitik und -planung skizziert. Ergänzend dazu wird vergleichend aufgezeigt, wie sich die „Landschaft“ großstädtischer Wirtschaftsflächenkonzepte aktuell darstellt. Am Beispiel des Konzepts für die Aktualisierung des StEP Industrie und Gewerbe Berlin werden schließlich mögliche neue Ausrichtungen und die Umsetzungen spezifischer Themenfelder in Wirtschaftsflächenkonzepten veranschaulicht.

Ein zentrales Ergebnis ist, dass sich die Gewerbeflächennachfrage ausdifferenziert und urbane Standorte zunehmend Bedeutung erfahren. Um diese Nachfrage und die zunehmende Verflechtung mit Dienstleistungsunternehmen abbilden zu können, verfolgen viele neue Konzepte einen ganzheitlicheren Blick auf Wirtschaftsflächen, d.h., sie schließen Büroflächen und gemischtgenutzte Gebiete in die Entwicklungsplanung ein. Für die Flächensicherung ist neben planungsrechtlichen Instrumenten vor allen die Beteiligung und Kooperation mit den Stakeholdern zunehmend relevant.

Weitere Informationen: 

Dr.-Ing. Sandra Wagner-Endres
+49 30 39001-154
wagner-endres@difu.de

Dipl.-Geogr. Ulrike Wolf
+49 30 39001-297
wolf@difu.de

difu.de/publikationen/2018/neue-konzepte-fuer-wirtschaftsflaechen.html
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