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Difu-Berichte 4/2015 - Siedlungsentwicklung in der Stadt

Die Bahnstadt Heidelberg auf dem Prüfstand

Die Bahnstadt Heidelberg ist eine der größten innerstädtischen Entwicklungsmaßnahmen in Deutschland. Heidelberg treibt seit 2008 die Entwicklung eines 116 Hektar großen Areals als Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme voran.

Mit der Bahnstadt hat Heidelberg die Chance, dringend benötigten Wohnraum in einer wachsenden Stadt zu schaffen. Weiteres Ziel der Maßnahme ist die eigens entwickelte Energiekonzeption, die u.a. flächendeckend Passivhaus-Standard vorschreibt. Gleichzeitig steht die Stadt damit vor der Herausforderung, die erforderliche technische und soziale Infrastruktur bereitzustellen.

Foto eines Architekturmodells der stadt Heidelberg, Foto: Wolf-Christian Strauss

 

Die Bahnstadt ist in vielen Aspekten erfolgreich. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, die aufgrund hoher Immobilienpreise und Mieten – trotz eines Wohnraumförderprogramms für Einwohner mit geringerem Einkommen – die Entstehung eines Stadtteils für Besserverdienende befürchten. Zudem gibt es Bedenken, dass die Bahnstadt zu einer finanziellen Belastung für den städtischen Haushalt werden könnte. Dieses Spannungsfeld zwischen qualitätsvoller innerstädtischer Siedlungsentwicklung einerseits und den damit verbundenen Kosten für die Stadtkasse andererseits führt zu Diskussionen sowohl in Politik als auch in der Bevölkerung der Stadt.

Im Auftrag der Stadt Heidelberg nimmt deshalb das Deutsche Institut für Urbanistik derzeit eine systematische Analyse der finanziellen Effekte dieses Entwicklungsprojekts für den Haushalt der Stadt vor. Anders als bei bisherigen Betrachtungen des Vorhabens, werden nicht die mit der Siedlungsentwicklung unmittelbar verbundenen Ausgaben und Einnahmen der Stadt Heidelberg in den Vordergrund gestellt. Stattdessen wird mit dem Blick auf die jährlichen Aufwendungen und Erträge eine neue Perspektive eingenommen. Dabei werden auch finanzielle Effekte berücksichtigt, die sich zum Teil indirekt und ggf. erst in den Folgejahren ergeben werden.

Das Gutachten baut daher auf bestimmten Annahmen zur künftigen Entwicklung der Stadt insgesamt und der Bahnstadt im Besonderen auf und verdichtet diese in einem plausiblen Szenario. Das zugrunde liegende Berechnungsmodell ermöglicht auch die Erstellung alternativer Szenarien mit angepassten Parametern als Grundlage einer Sensitivitätsanalyse. Diese macht erkennbar, wie verlässlich die gewonnenen Erkenntnisse sind und welche Parameter besondere Bedeutung für den Erfolg des Entwicklungsprojekts haben.

Die Fertigstellung des Gutachtens ist für Januar 2016 geplant.

Weitere Informationen: 

Dr. Stefan Schneider
Telefon: 030/39001-261
E-Mail: schneider@difu.de

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