Printexemplare bestellen

Warenkorb

Kontakt für Fragen zur Bestellung von Publikationen:

Heidi Espei
Tel.: +49 30 39001-253
Fax: +49 30 39001-275
E-Mail: vertrieb@difu.de

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Vertrieb
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin

eBooks bestellen

Difu-Berichte 4/2015 - Nutzung von oberflächennaher Geothermie im urbanen Raum

Im Jahr 2015 werden die erneuerbaren Energien einen Anteil von über 30 Prozent im Stromsektor erreichen. In diesem Zusammenhang sollte der Fokus jedoch verstärkt auf den Sektor Wärme gelenkt werden, da knapp die Hälfte der Endenergie für Prozess- und Raumwärme verbraucht wird. Anders als im Stromsektor liegt hier der Anteil der erneuerbaren Energien bei vergleichsweise geringen zehn Prozent.

Mit Blick auf die Wärmeversorgung kann die Geothermie eine wichtige Rolle einnehmen. Bei der oberflächennahen Geothermie wird die Erdwärme als Energiequelle genutzt, wobei Wärme von bis zu 400 m Tiefe genutzt wird. Die Erdwärme hat den Vorteil, dass sie standortunabhängig, uneingeschränkt und permanent zur Verfügung steht. Diese Technologie kann zudem für die Nutzung von Kälte eingesetzt werden.

Bei der Planung und Nutzung der oberflächennahen Geothermie stellen sich jedoch eine Reihe von Fragen, so sind rechtliche, technologische und finanziellen Aspekte gleichermaßen zu beachten. Hinzu treten städtebauliche Belange oder Belange des Bodenschutzes und des Wasserhaushalts. Deshalb sind Kenntnisse zu folgenden Aspekten wichtig:

  • Welche Rechtsfragen müssen beachtet werden?
  • Welche Erfahrungen liegen in der Genehmigungspraxis vor?
  • Welche technischen Optionen stehen zur Verfügung?
  • Ist beim Einsatz dieser Technologie zwischen Siedlungsstrukturtypen zu unterscheiden?
  • Welche Risiken sind zu beachten?

Mit dem Difu-Impulse Band "Nutzung von oberflächennaher Geothermie im urbanen Raum" stellen Experten aus Kommunen, Forschung, Landesbehörden und Rechtsanwaltskanzleien wesentliche Erfahrungen aus Theorie und Praxis in gebündelter Form vor. Der Band umfasst neun Textbeiträge und zwei Foliensätze.

 

Der erste Beitrag des Bandes "Near–Surface Geothermal Energy in Europe – an Overview" von Maic Verbücheln und David Klepej vom Difu ordnet das Thema in den europäischen Kontext ein. Der zweite Artikel betrachtet "Genehmigungsanforderungen und nachbarrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Geothermieanlagen" und wurde von Thorsten Lühl beigesteuert, der Rechtsanwalt bei Leineweber Lühl ist. Der Beitrag "Erfahrungen mit oberflächennahen Geothermiesondenanlagen" von Isabel Wagner von der Technischen Universität Darmstadt zeigt Ergebnisse einer Erhebung bei Eigentümern von oberflächennahen Geothermieanlagen in Wiesbaden und Darmstadt. Im vierten Beitrag wird neben anderen Aspekten vor allem auf die "Nutzung von Geothermiesonden als Energiespeicher – Entwurf und Effektivität" eingegangen, verfasst von Rolf Katzenbach und Isabel Wagner beide von der Technischen Universität Darmstadt. "Nutzung von oberflächennaher Geothermie im innerstädtischen Raum – am Beispiel des Landes Berlin" lautet der Beitrag von Marec Wedewardt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin. Sandra Pester und Holger Jensen vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen beleuchten in ihren Artikel die "Entwicklung der Geothermie im urbanen Raum in Niedersachsen". Der Beitrag "Gebäudeversorgung
durch oberflächennahe Geothermie in Stuttgart" von Jürgen Görres, Leiter des Amts für Umweltschutz in Stuttgart, betrachtet zunächst allgemein die Anforderungen für den Bau von Geothermieanlagen im Stadtgebiet, wobei am Beispiel der Sanierung eines Altenpflegeheims die Nutzung bei Großgebäuden vorgestellt wird. Eva de Haas vom Umweltministerium in Baden-Württemberg geht in ihrem Artikel auf "Risiken und Chancen für Kommunen bei der oberflächennahe Geothermie" ein. Der Beitrag "Geysir in Wiesbaden: Lehren aus einem problematischen Vorfall bei der Erdsondenbohrung" von Joachim Mengden, Leiter des Umweltamt Stadt Wiesbaden, zeigt an einem konkreten Beispiel Risiken der Technologie. Georg Buchholz von der Kanzlei Gaßner, Groth und Siederer & Coll steuerte Folien einer Präsentation mit dem Titel "Oberflächennahe Geothermie: Rechtlicher Rahmen und  Genehmigungsanforderungen" bei.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. (FH) Maic Verbücheln
Telefon: 030/39001-263
E-Mail: verbuecheln@difu.de

Bestellung: siehe Bestellschein

[zurück | Übersicht | weiter]