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Difu-Berichte 4/2014 - Mediennachlese – Auswahl

[…] In den deutschen Metropolregionen steigen die Mieten seit Jahren. […] Für Geringverdienende wird günstiger Wohnraum in Großstädten knapp. Gleichzeitig müssen in vielen ländlichen Regionen Schulen geschlossen werden, weil es nicht mehr genug Schüler gibt. Junge Erwachsene und Familien ziehen weg, weil sie keine Arbeit finden oder einfach lieber in der Stadt wohnen wollen. Die ländliche Bevölkerung überaltert. Die Folge: leerstehende Häuser, fehlende Einkaufsmöglichkeiten oder nicht nachbesetzte Arztpraxen. „Fast jedes Bundesland ist von dieser Entwicklung betroffen“, sagt Beate Hollbach-Grömig vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) in Berlin. […] „Es gibt Problemräume, die vermutlich irgendwann entvölkert sein werden. Und nicht jede Maßnahme funktioniert in jeder Region.“ Innovativ zu denken, wie es die Kronacher täten, sei aber in jedem Falle gut. Vielleicht gäbe es in einigen Jahren tatsächlich Video-Konferenzen über das Internet als Ersatz für die Schule. In Schweden oder Australien sei das bereits der Fall. „Dann müssten Familien nicht wegziehen, nur weil es zu wenig Schüler für eine Schule gibt.“ Die Zeit, 29.10.14

[…] Die Städte haben zweifellos eine Schlüsselfunktion bei der Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen, allen voran Klimawandel, Klimaanpassung, digitale Revolution, sozialer Zusammenhalt, demographischer Wandel sowie neue Formen von „Governance“. Kompakte Stadtstrukturen ermöglichen Energieeffizienz, eine nachhaltige Verkehrsabwicklung und effiziente Infrastruktursysteme. IuK-Technologien spielen dabei eine zentrale Rolle. Aktuelle Visualisierungen der „Stadt der Zukunft“ ähneln Zukunftsvisionen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit einem markanten Unterschied: Die Farbe Grün ist heute präsenter. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass nicht alles technisch Machbare auch nachhaltig ist. Es bedarf einer Gesamtbetrachtung der komplexen Wirkungsgefüge, der gesellschaftlichen Auswirkungen sowie der Diskussion der Fragen von Suffizienz und Resilienz! Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden, FAZ, Sonderbeilage, „Stadt der Zukunft“, 27.10.2014

[…] Großstädte wie Köln stehen „vor einem ganzen Strauß an Herausforderungen“, sagt Jens Libbe vom Institut für Urbanistik. Ein Hauptproblem wird es etwa sein, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Solche Herausforderungen müssen auch in Zeiten knapper Kassen angenommen werden. So wirbt Libbe für eine mit den städtischen Unternehmen und dem Land abgestimmte „strategische Investitionsplanung“, um den Überblick über kommende Kraftanstrengungen zu behalten, aber auch auf überzeugender Grundlage mit Land und Bund über eine andere Aufteilung der Steuereinnahmen verhandeln zu können. Vor allem beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels, einer der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft, sei das nötig. […], Kölner Stadt-Anzeiger, 20.10.2014

[…] Die perfekte Smart City gibt es nicht. Internationale Best-Practice-Beispiele aber zeigen, welche Wirkung auch einzelne Projekte entfalten können. Doch smarte Konzepte beschränken sich nicht auf Städte, wie eine niedersächsische 780-Seelen-Gemeinde beweist. Das „Bioenergiedorf Jühnde 2.0“ setzt auf dezentrale Energieversorgung mit Bürgerbeteiligung. „Das Thema ist auch in Kleinstgemeinden angekommen. Das Dorf Jühnde versucht, die Energie in der Region zu nutzen, um autark zu werden“, sagt Jens Libbe, Experte für Stadtentwicklung am Deutschen Institut für Urbanistik (DIFU) in Berlin. […], Christina Anastassiou, Die Welt, 20.10.1014

[...] Die Städte müssen sich also auf ein ganzes Bündel sich ändernder Rahmenbedingungen einstellen. Immer kürzere Entwicklungszyklen bringen es mit sich, dass eine schnelle Reaktion Vorteile im Standortwettbewerb verspricht. Angesichts der nicht zu verkennenden Prognoseunsicherheiten dürfte das Angebot einer breiten Palette von Möglichkeiten in der Stadt bis hin zu flexiblen, anpassungsfähigen Grundrissen in Immobilien für den Erfolg eine wichtige Voraussetzung sein. In jedem Fall werden die Aspekte der „Qualität“ bei den „harten“ und „weichen“ Standortfaktoren für das Objekt, das Quartier und die gesamte Stadt sowie das Merkmal der „Identität“ noch an Bedeutung gewinnen. [...] Martin zur Nedden, Leipziger Volkszeitung, 30.9.2014

[…] Und die Zukunft des Sports entscheidet sich da, wo die meisten Menschen wohnen: in der Stadt. Es bleibt den Stadtverwaltungen daher gar nichts anderes übrig, als auf diesen Trend zu reagieren – schon aus eigenem Interesse. Sport ist zum Standortfaktor geworden, weit über die Etablierung erfolgreicher Profi-Mannschaften hinaus. Einer, der die Städte bei diesem langwierigen Projekt unterstützt, ist Rüdiger Knipp vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin. Er sagt: „Wahrscheinlich war die Bereitschaft der Bevölkerung, Sport zu treiben, selten so groß wie heute. Sport verkörpert Leistungsfähigkeit, Gesundheit und einen aktiven Lebensstil.“ […] Sicher ist, dass die Menschen immer älter werden – aber immer später alt sein wollen. Daher sind sie heute viel eher bereit, in Form von regelmäßiger Bewegung in die Gesundheitsprävention zu investieren. […], Mattias Zimmermann, Augsburger Allgemeine, 27.9.2014

[…] Die Bausubstanz der Bundesrepublik Deutschland hat den Wandel der Gesellschaft nicht mitvollzogen. 2004 lag die Hälfte aller Wohnungen in Westdeutschland, immerhin etwa 15 Millionen, in einem Ein- oder Zweifamilienhausgebäude. An den Häusern hängen Altersversorgungen, Nachbarschaften, die Hoffnung der Kinder auf ein Erbe. Das Haus ist kein austauschbares Konsumgut, es ist das Leben. Nur ändert es sich nicht mit dem Entwurf zu diesem Leben. Das klassische Eigenheim im Grünen bleibt, wie das Deutsche Institut für Urbanistik feststellt, „Ausdruck einer Wohnform auf der Grundlage unerschöpflicher fossiler Energien, grenzenloser motorisierter Mobilität und des Modells der traditionellen Kleinfamilie“. […]. stern, 25.9.2014

[…] Verkehr verursacht nach wie vor zu hohe Emissionen von Treibhausgasen und Schafstoffen wie Stickstoffdioxid und Feinstaub. Immer mehr Flächen werden für den Verkehr zugebaut und die Unfallzahlen bleiben hoch. Mit der Einführung einer PKW-Maut für Ausländer werden sich diese Probleme nicht lösen lassen, so die einhellige Meinung bei einer Diskussionsveranstaltung des Deutschen Instituts für Urbanistik, bei der zu Wochenbeginn in Berlin Experten und Politiker aufeinandertrafen. Stattdessen sei die Verkehrspolitik für alle Verkehrsträger wie Schiene, Straße, Schiffe und Flugzeuge gemeinsam zu planen und in Abstimmung aufeinander umzusetzen. […], Klimaretter.info, 11.9.14

[…] Trabantenstädte sind zwischenzeitlich als triste Orte und soziale Brennpunkte in Verruf geraten. […] Es geht aber auch anders: „Kommunale Wohnungsunternehmen sowie Genossenschaften haben in der Regel großes Interesse daran, die Großsiedlungen in sozialer Balance zu halten“, sagt Ricarda Pätzold, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Stadtentwicklung, Recht und Soziales beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Je stabiler die Situation, desto geringer sei auch der finanzielle und personelle Aufwand, um ein soziales Miteinander im gewünschten Rahmen zu gewährleisten. „Die Wohnungsunternehmen müssen an Ort und Stelle präsent sein, damit die Mieter wissen, wo sie sich mit welchen Bedürfnissen hinwenden können“. […] Süddeutsche Zeitung, 29.8.2014

Gentrifizierung beschreibt die Verdrängung von Menschen aus ihrem ursprünglichen Wohnviertel. […] Mit der Sanierung von Quartieren steigen die Mieten. Alteingesessene ziehen fort, Zahlungskräftige rücken nach. […] Wie können Städte Modernisierungsprozesse lenken? [...] „Stoppen kann die öffentliche Hand solche Prozesse nicht völlig. Sie kann aber bemüht sein, sie sozial verträglich zu gestalten. […] Die Bundesebene unter anderem durch die Mietgesetzgebung, die Bundesländer durch Bereitstellung von Mitteln für den sozialen Wohnungsbau, die Städte durch Angebote preisgünstigen Wohnraums, am besten durch eigene Wohnungsgesellschaften, durch Vergabe von Grundstücken mit Bindungen zur Schaffung preisgünstiger Wohnungen, eine entsprechend ausgerichtete Liegenschaftspolitik und die Förderung von Pilotprojekten wie neue Formen von Genossenschaften, eventuell durch Vergabe von Flächen in Erbpacht.“ Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden im Interview mit der Saarbrücker Zeitung, 22.8.14

Mit dem Projekt „Pedelec-Korridor“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt soll getestet werden, wie geeignet die E-Bikes im Berufsverkehr im Vergleich zu Autos sind. Der Versuch läuft bis Herbst 2015 im Rahmen des „Schaufensters Elektromobilität“ der Bundesregierung. Derzeit sind 60 Berufstätige aus dem Bezirk und den Umlandgemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow kostenlos mit Pedelecs unterwegs, die ihnen Fahrradproduzenten zur Verfügung stellen. Die Testfahrer waren schnell gefunden, „die Nachfrage war größer als das Angebot“, sagt Jörg Thiemann-Linden vom Difu. […], Berliner Woche, 11.8.2014

[…] Neue innerstädtische Verkehrsachsen anzulegen ist heute kein Thema mehr. Inzwischen geht es eher darum, Straßen um- oder gar rückzubauen«, sagt Wolf-Christian Strauss vom Deutschen Institut für Urbanistik. Galten in den Siebzigern Hochstraßen noch als topmoderne Verkehrslösung, um die Autoflotte zu beschleunigen, werden sie jetzt wieder entfernt. Auch Schnellstraßen an Wasserfronten oder Flussläufen verschwinden: In San Francisco baute man sie nach dem letzten größeren Erdbeben zurück, in Madrid wurde die Nord-Süd-Achse entlang des Ebro unter die Erde gelegt, um eine Flusspromenade zurückzugewinnen. […], ZEIT Wissen, 1.8.2014

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