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Difu-Berichte 4/2014 - Gartenschauen – Trends, Konzepte und Perspektiven

Bundes- und Landesgartenschauen sind heute längst mehr als Leistungsschauen für Gartenbau und Gartenarchitektur mit touristischem und kulturellem Anspruch. Zunehmend entwickeln sie sich zu Motoren der Stadtentwicklung, was die Revitalisierung brachgefallener Stadträume sowie die Entwicklung von Quartieren mit Unterstützung von Gartenschauen eindrucksvoll belegen. Darüber hinaus geben Gartenschauen wichtige Impulse für die Freiraumentwicklung im städtischen Kontext. In jüngerer Zeit geht es dabei auch verstärkt um übergreifende Aufgaben wie die Wiederherstellung von Landschaften, die Entwicklung und Profilierung von (Metropol-)Regionen oder die Anpassung an den Klimawandel.

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Volkspark Potsdam, Bundesgartenschau 2001

An die vielfältigen Potenziale von Bundes- und Landesgartenschauen knüpfte das im September 2014 durchgeführte Difu-Seminar „Gartenschauen: Trends, Konzepte und Perspektiven“ an. Im Seminar wurden anhand konkreter Praxisbeispiele Chancen und Risiken bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Gartenschauen erörtert und diskutiert. Gleichzeitig wurde ein Überblick über aktuelle und künftige Aufgaben, Einsatzmöglichkeiten von Gartenschauen und zu neuen Konzepten gegeben.

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Britzer Garten in Berlin, Bundesgartenschau 1985; Fotos: Christa Böhme

Die Beiträge und Diskussionen verdeutlichten, dass Gartenschauen nur dann die Funktion als Motor der Stadtentwicklung entfalten können, wenn sie aktiv durch Kommunalpolitik und Stadtverwaltung unterstützt und die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen gebündelt zur Verfügung gestellt werden. Zudem erfordert die Bewältigung der komplexen Aufgabe „Gartenschau“ den Rückhalt und die Zustimmung seitens der Stadtbevölkerung. Die positiven Effekte eines derartigen Großereignisses wirken lange nach, wenn substanzielle Verbesserungen von Stadt- und Erholungsräumen sowie von vernetzenden Infrastrukturen z.B. für Bewohner, Fußgänger, Radfahrer, Erholungssuchende, Freizeitsportler und Touristen erreicht werden.

Zudem können folgende Punkte als Ergebnisse des Seminars festgehalten werden:

  • In Gartenschau-Kommunen wächst das Bewusstsein für den Wert des kommunalen Grüns – bei Politikern, in der Verwaltung und in der Bürgerschaft.
  • Wenn Gartenschauen sich mit aktuellen, regionalspezifischen Fragestellungen beschäftigen, bleiben sie ein zukunftsträchtiges Modell. Zukünftige Themen von Gartenschauen könnten beispielsweise „Demographischer Wandel“, „Klimaneutralität“, „Innerstädtisches, lebenswertes Wohnen“ oder „Gesundheit“ sein.
  • Insbesondere in Großstädten müssen sich Gartenschauen im Wettbewerb mit anderen publikumswirksamen Events behaupten und entsprechend z.B. in Bezug auf ihr kulturelles Rahmenprogramm ein eigenes Profil entwickeln.
  • Die Beteiligung der Bürger spielt auch bei der Vorbereitung und Planung von Gartenschauen eine zunehmend große Rolle. Diese Beteiligungsprozesse bedürfen der Steuerung und qualitätsvollen Ausgestaltung. Gelingt die Beteiligung, kann eine hohe Identifikation der Bevölkerung mit der Gartenschau erreicht werden.
  • Die Frage der Nachnutzung einer Gartenschau und der Weiterentwicklung der neu gewonnenen Grünflächen, der sogenannten Daueranlagen, muss – auch mit Blick auf die Finanzierung des Unterhalts und der Pflege – möglichst frühzeitig geklärt werden.
Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. agr. Thomas Preuß
Telefon: 030/39001-265
E-Mail: preuss@difu.de

Dipl.-Ing. Christa Böhme
Telefon: 030/39001-291
E-Mail: boehme@difu.de

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