Printexemplare bestellen

Warenkorb

Kontakt für Fragen zur Bestellung von Publikationen:

Heidi Espei
Tel.: +49 30 39001-253
Fax: +49 30 39001-275
E-Mail: vertrieb@difu.de

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Vertrieb
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin

eBooks bestellen

Difu-Berichte 4/2013 - Neuer Institutsleiter für das Difu berufen

Dipl.-Ing. Martin zur Nedden tritt die Nachfolge von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann an

Von Dr. Stephan Articus und Helmut Dedy

Übergabe des digitalen Haustürschlüssels

Seit der Gründung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) vor 40 Jahren arbeitet der Deutsche Städtetag (DST) eng mit dem Difu zusammen. Schließlich engagieren sich beide Institutionen in ihren unterschiedlichen Aufgabenbereichen für die gleiche gute Sache: die zukunftsfähige Entwicklung der Kommunen. Das Difu ist ein wichtiger Partner für die Kommunen, wenn es darum geht, praxisorientierte Forschungsergebnisse, Fortbildung und Beratung zu erhalten. Gerade für ein wissenschaftliches Institut der Städte ist das Wissen "wie Kommunen ticken" essenziell. Dies gilt für die Wissenschaftler, aber mindestens genauso für die Institutsleitung.

Mit dem Leitungswechsel zum 1. November 2013 konnte das Difu erneut eine Persönlichkeit gewinnen, die genau diese wichtigen Erfahrungen mitbringt: Der neuberufene Geschäftsführer und Wissenschaftliche Direktor Martin zur Nedden ist derzeit Präsident der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und war zuvor Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig. Der Deutsche Städtetag freut sich sehr, dass sich die Mitgliederversammlung des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (Alleingesellschafter des Difu) einstimmig für Martin zur Nedden aussprach. Sie folgte damit auch den entsprechenden Voten der Berufungskommission sowie des Präsidiums des Deutschen Städtetages.

Mit Martin zur Nedden hat das Institut einen herausragenden Fachmann gewonnen, der "beide Seiten des Schreibtisches" sehr gut kennt und sich daher hervorragend als Leiter eines Instituts eignet, das Wissenschaft und Praxis vereinen soll. Zur Nedden bringt Erfahrungen als Wissenschaftler sowie aus Kommunalverwaltung und -politik mit: Er studierte Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien, arbeitete als Stadtplaner in verschiedenen Planungsbüros und leistete ein Referendariat der Fachrichtung Städtebau beim Bezirkspräsidium Münster ab. Weitere Stationen waren Tätigkeiten als Stadtplaner und Stellvertretender Leiter der Bautechnikabteilung in der Stadt Isernhagen, Technischer Beigeordneter der Stadt Unna, Leiter des Stadtplanungsamtes und Stadtbaurat der Stadt Bochum, bis er 2006 zur Stadt Leipzig wechselte. Im Bereich der Lehr- und Fortbildungstätigkeiten arbeitete zur Nedden u.a. für die Fachhochschule Bochum, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Leipzig, das Institut für Städtebau, Berlin, das Institut für Städtebau und Wohnungswesen, München, das Volksheimstättenwerk sowie natürlich das Difu.

Das Difu ist in ein bemerkenswertes institutionelles Netzwerk eingebunden, das für die Kommunen von hohem Wert ist: die fruchtbare Kooperation zwischen dem Difu und dem DST, die enge Bindung des Instituts zu seinen mehr als 100 Zuwenderstädten und -verbänden sowie zum Land Berlin und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) als langjährige, wichtige Zuwendungsgeber. Hervorzuheben sind die vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten mit dem DST, die u.a. durch die zahlreichen gemeinsamen Projekte, Veranstaltungen und Publikationen zum Ausdruck kommen. Viele Vorhaben sind zugleich auch von großem Interesse für die anderen institutionellen Zuwendungsgeber. Die Zusammenarbeit mit dem DST, aber auch mit einer Vielzahl von Institutionen auf Bundes- und Landesebene ist für die Kommunen wertvoll, und sie wird mit Sicherheit auch von der neuen Geschäftsführung weiter verfolgt.

Dem Difu ist Martin zur Nedden bereits seit langem als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats verbunden. Er war bis Mai 2013 Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses des DST, ist Mitglied des Stiftungsrates der Bundesstiftung Baukultur und in weiteren stadtentwicklungsorientierten Institutionen und Beiräten engagiert. Unter seiner Leitung wird das Institut seine Stellung als das Forschungs-, Fortbildungs- und Beratungsinstitut der deutschen Städte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis sicherlich weiter ausbauen und festigen.

Zur Nedden trat die Nachfolge von Univ.- Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann an, der das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum seit Herbst 2006 leitete und mit dem 65. Lebensjahr Ende Oktober ausschied.

Beckmanns Wirken kann als zukunftsorientiert, kompetent und verlässlich umschrieben werden: Ob demografischer Wandel, veränderte Beteiligungskultur, Finanzkrise, technologische Entwicklung, Klimawandel oder europäische Integration – Klaus Beckmann ging es stets darum, die für Städte relevanten "Mega-Trends" zu erfassen und notwendige Folgerungen für die Ausrichtung der Difu- Forschungsthemen zu ziehen. Während seiner Tätigkeit als Institutsleiter hat Beckmann mit großem persönlichen Einsatz dafür gesorgt, dass die einmalige Verbindung von Wissenschaft und Praxis im Dienste der Städte erhalten und vertieft wird. Die breite Anerkennung, die das Institut heute bei Städten, Bundesressorts, Landesministerien, wissenschaftlichen Kooperationspartnern und zahlreichen Verbänden, bei Politik und Medien findet, gilt auch seiner Person. Dieser Reputation und dem großen persönlichen Einsatz ist es zu danken, dass trotz der insgesamt nicht einfachen Rahmenbedingungen weitere Städte dem Kreis der Zuwender des Difu beigetreten sind.

Professor Beckmann hat die Leitung des Difu 2006 in einer Phase der Umstrukturierung und "Ausgründung" als gemeinnützige GmbH übernommen. Mit seinem beispielgebenden Engagement hat er dazu beigetragen, dass das Institut auch diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert hat – dass die notwendigen Anpassungsschritte vollzogen werden konnten und zugleich die Motivation und Leistungsbereitschaft aller Beteiligten erhalten blieb.

Die stete Präsenz von Professor Beckmann in den maßgeblichen Gremien und Ausschüssen des DST hat entscheidend dazu beigetragen, die Abstimmung der Forschungsschwerpunkte des Difu mit den Bedürfnissen der Städte und Gemeinden voran zu bringen. Die Kooperation mit dem Deutschen Städtetag wurde durch zahlreiche gemeinsam betriebene Projekte, Veranstaltungen und Publikationen vertieft. Aber auch der beachtliche Bestand an Drittmittelprojekten, welche das Difu im Interesse der Städte akquirieren konnte, ist wesentlich ein Ergebnis seiner vielfältigen Bemühungen um eine Ausweitung der Forschungsbasis des Instituts.

Prof. Dr. Klaus J. Beckmann hat in seiner Zeit als Difu-Chef maßgeblich dazu beigetragen, dass die Perspektive des Instituts heute besser denn je ist. Dafür gebührt ihm der Dank des Deutschen Städtetages.

Als Präsident der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) bleibt Prof. Dr. Klaus J. Beckmann weiterhin der kommunalbezogenen Forschung und Praxis verbunden.

Dr. Stephan Articus, Foto: Deutscher Städtetag

Dr. Stephan Articus

Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages,

Vorstand des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (Alleingesellschafter des Difu)

Helmut Dedy, Ständiger Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers, Leiter des Dezernats Finanzen, Vorstand des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (Alleingesellschafter des Difu), Foto: Deutscher Städtetag

Helmut Dedy

Ständiger Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers, Leiter des Dezernats Finanzen

Vorstand des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (Alleingesellschafter des Difu)

Fotos: Deutscher Städtetag

[Übersicht | nächster Artikel]