Printexemplare bestellen

Warenkorb

Kontakt für Fragen zur Bestellung von Publikationen:

Heidi Espei
Tel.: +49 30 39001-253
Fax: +49 30 39001-275
E-Mail: vertrieb@difu.de

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Vertrieb
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin

eBooks bestellen

Difu-Berichte 4/2010 - Transnationale Perspektiven für Klimaschutz und Klimaanpassung

Wie Kommunen und Regionen INTERREG IV B nutzen können

Für Europas Kommunen und Regionen ist mit dem Klimawandel eine doppelte Herausforderung verbunden. Durch ihre Planungen, Investitionsentscheidungen sowie die Aktivierung von Unternehmen und Privatpersonen sollen sie einen möglichst umfassenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gleichzeitig spielen sie eine wichtige Rolle für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, etwa im Hinblick auf widerstandsfähige Siedlungsstrukturen oder einen effektiven Bevölkerungsschutz. Auch wenn sich die Auswirkungen des Klimawandels in Europa regional sehr unterschiedlich darstellen, lassen sich Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort durch eine europäische Zusammenarbeit verbessern.
Der Erfahrungsaustausch von Städten und Regionen über Ländergrenzen hinweg, die gemeinsame Entwicklung von Instrumenten zur Förderung des Klimaschutzes – etwa für den Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffiziente Gebäude und umweltverträgliche Mobilität – oder die Formulierung gemeinsamer Anpassungsstrategien sind dafür Beispiele.

Klimawandel als Gegenstand europäischer Projekte
Mit dem Ziel "Europäische territoriale Zusammenarbeit" – bekannt unter dem Programmtitel INTERREG – fördert die Europäische Union im Rahmen ihrer Regionalpolitik Vernetzungen dieser Art auf europäischer Ebene. Das Programm INTERREG IV B unterstützt in den Jahren 2007–2013 die transnationale Zusammenarbeit deutscher Akteure mit ihren Partnern in den fünf Kooperationsräumen Alpenraum, Mitteleuropa, Nordwesteuropa, Nordsee- sowie Ostseeraum mit insgesamt 1,1 Mrd. Euro. In der aktuellen Förderperiode von INTERREG haben sich kommunale und regionale Akteure zusammen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in zahlreichen Projekten daran gemacht, Klimaschutz und Klimaanpassung in transnationalen Konsortien voranzubringen. Teilweise konnten sie dabei auf bestehende Kooperationen aufbauen.

Im Rahmen der vom Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragten Studie "Beitrag transnationaler Projekte zur Umsetzung der Territorialen Agenda der EU in Deutschland" hat das Deutsche Institut für Urbanistik eine Reihe von Fallstudien zu laufenden und abgeschlossenen  Projekten im Themenfeld Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Diese "guten Beispiele" sind Grundlage eines neuen praxisorientierten Leitfadens zu transnationalen Perspektiven für Klimaschutz und Klimaanpassung. Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, wie Städte und Regionen INTERREG-Projekte als Bausteine lokaler bzw. regionaler Klimapolitik gezielt einsetzen. Ergänzend bietet die Publikation Tipps und Hinweise für Akteure, die eigene Projektaktivitäten zum Klimawandel im Rahmen von INTERREG B planen.

INTERREG-Programmräume gut geeignet
Es zeigt sich, dass die Zusammenarbeit in transnationalen Räumen für viele Aspekte des Themenfeldes besonders adäquat ist. Vielfach bilden sich in den Projekten auch Kooperationsstrukturen für eine klimagerechte Raumentwicklung heraus, die über die Zeitdauer eines einzelnen Projekts hinaus Bestand haben. Deutlich wird, dass

  • der Mehrwert einer projektorientierten transnationalen Zusammenarbeit für Städte und Regionen vor allem im Kennenlernen bewährter Politikansätze ausländischer Projektpartner liegt,
  • die transnationale Zusammenarbeit quasi ein "Labor" zur gemeinsamen Umsetzung innovativer Ideen für Klimaschutz und -anpassung bietet,
  • transnationale Zusammenarbeit die Entwicklung gemeinsamer Standards und die Erprobung von Richtlinien ermöglicht,
  • die Umsetzung wichtiger Schlüsselmaßnahmen durch Pilotinvestitionen im Rahmen transnationaler Projekte befördert wird,
  • INTERREG-Projekte vielfach die notwendigen Voraussetzungen für öffentliche oder private Folgeinvestitionen schaffen und
  • dem Anliegen von Klimaschutz und -anpassung in den beteiligten Städten und Regionen oftmals zu einem höheren Stellenwert auf der politischen Agenda verhelfen.

Besonders wirkungsvoll ist die Projektarbeit in europäischen Netzwerken immer dann, wenn sie vor Ort mit lokalen Strategien und Ansätzen verknüpft sind.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Verwaltungswiss. Daniel Zwicker-Schwarm
Telefon: 030/39001-154, E-Mail: zwicker-schwarm@difu.de

Interessenten können den Leitfaden kostenfrei beim BBSR per Mail bei beatrix.thul@bbr.bund.de bestellen.

Download

[vorhergehender Artikel | nächster Artikel]