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Difu-Berichte 4/2009 - Nutzung erneuerbarer Energien durch Kommunen

Praxisorientierte Arbeitshilfe unterstützt Kommunen bei der Nutzung erneuerbarer Energien

Die Entwicklungen und der Einsatz von erneuerbaren Energien unterliegen zurzeit einer großen Dynamik. Eine Ursache dafür besteht zum einen im Klimawandel, der spätestens seit dem Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Jahr 2007 erneut die Aufmerksamkeit auf die herausragende Bedeutung des Klimaschutzes gelenkt hat. Wichtige Beweggründe sind zum anderen die weiterhin steigenden Preise für Strom, Gas und Öl sowie die damit verbundene Notwendigkeit der Energieeinsparung und der möglichst effizienten Nutzung der Energieressourcen sowie die Substitution fossiler Energieträger. In vielen Städten konnte bereits in den vergangenen Jahren durch kommunales Energiemanagement nachweislich der Einsatz von Wärme, Strom und Gas kontinuierlich reduziert und damit die kommunalen Haushalte entlastet werden. Zugleich wurden dadurch Ressourcen geschont und die Luftbelastung sowie der Ausstoß von Treibhausgasen  vermindert, so dass ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden konnte. Dies allein reicht jedoch zur notwendigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht aus. Daher werden in den Kommunen immer mehr auch erneuerbare Energien eingesetzt.

Die Kommunen übernehmen dabei nicht nur die Rolle als Moderatorin für private Klimaschutz-Investitionen,  sie verfügen selbst über ein großes Potenzial für den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Zu denken ist hier beispielsweise an die Nutzung einer Vielzahl von Gebäudedächern kommunaler Liegenschaften für die Solarenergie oder auch an Möglichkeiten, die sich aus der Verwertung von Biomasse ergeben.

Grundsätzlich besteht Einigkeit darin, dass der Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt werden muss. Die Vorteile wurden von den Kommunen längst erkannt: Versorgungssicherheit, hoher Imagegewinn und Beschäftigungseffekte vor allem für das lokale Handwerk. Da die Nutzung erneuerbarer Energien meist durch dezentrale Anlagen erfolgt, bietet sich hier zudem die Chance einer Erneuerung bzw. Stärkung der kommunalen Rolle in der Energieversorgung, und zugleich eröffnet sich ein großes Potenzial an Kooperationen, das es noch auszuschöpfen gilt.

Hierbei sind die Stadtwerke ebenso gefordert wie die Kommunalverwaltungen gemeinsame – auch regionale – Strategien zu entwickeln.

Ziel des Projekts „Nutzung erneuerbarer Energien durch die Kommunen“, das vom Umweltbundesamt gefördert wurde, war es, die Möglichkeiten der Kommunen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu  untersuchen und darzustellen. Im Vordergrund standen weniger Fragen der Plausibilität, als vielmehr konkrete Fragen der Realisierung. Daher wurden erfolgreich realisierte Praxisprojekte recherchiert, ausgewertet und dokumentiert, die andere Kommunen zur Nachahmung anregen können. Zu untersuchen war ebenso, welche Hemmnisse den kommunalen Handlungsspielraum einschränken und damit einer Ausweitung der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern entgegenstehen könnten. Dabei wurden zugleich Potenziale identifiziert, wie beispielsweise in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern eine gemeinsame Realisierung von Projekten erzielt werden kann.

Semitransparente Sonder-PVModule der Photovoltaik-Anlage am Zentralen Omnibusbahnhof Hameln

Die Ergebnisse des Projekts wurden so aufbereitet, dass sie den verantwortlichen Stellen in den Kommunen (Politik und Verwaltung) als praxisnahe Arbeitshilfe dienen können, die zur Erleichterung bei der Suche nach geeigneten Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien und bei der Entscheidungsfindung beitragen und mit anschaulichen Beispielen zu eigenem Handeln motivieren sollen. Die Veröffentlichung wird Ende Januar 2010 erscheinen.

 

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Cornelia Rösler
Telefon: 0221/340 308-18
E-Mail: roesler@difu.de

Dipl.-Ing. Vera Lorke
Telefon: 0221/340 308-14
E-Mail: lorke@difu.de