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Difu-Berichte 4/2006 - Stadt und Verkehr

Neues Themenheft der "Informationen zur modernen Stadtgeschichte - IMS" erschienen

Das Thema "Stadt und Verkehr" bildet den Schwerpunkt von Heft 2/06 der Informationen zur modernen Stadtgeschichte. Der verantwortliche Herausgeber, Dr. Hans-Liudger Dienel, Leiter des Zentrums für Technik und Gesellschaft, Berlin, skizziert in seiner Einleitung die Entwicklungslinien in der Geschichtsschreibung zum Themenfeld.

Mit internationaler Perspektive beleuchten die Autoren die Rolle von Verkehr in der und für die Stadt. So wirft Clay McShane in "The Ignored Urban Species" Schlaglichter auf die bislang meist vernachlässigte Rolle der Pferde für den städtischen Verkehr unmittelbar vor der Mechanisierung und Motorisierung im 20. Jahrhundert. Im Vergleich der Metropolen Berlin, Paris und New York arbeitet er unterschiedliche Entwicklungspfade und -tempi heraus. Mathieu Flonneau diskutiert in "Myths and Realities of Americanization" in transport history: The construction of car dependence in the Parisian Area after the Second World War" Visionen und Großprojekte für die Erschließung des Großraums Paris für das Auto in den 1960er Jahren. Eine stärker kulturgeschichtliche Perspektive verfolgt das Projekt "Mobilitätsbiographien und Mobilitätsgenerationen. Ein Ansatz zum Verständnis individueller und kollektiver Mobilitätskulturen", das Gunter Heinickel und Hans-Liudger Dienel mit ersten Ergebnissen vorstellen. Einen Blick in die Verkehrspolitik des ehemals real existierenden Sozialismus wirft der Beitrag von Christopher Kopper "Stadtverkehrs- und Fernverkehrsplanung in der Planwirtschaft der DDR", der einerseits erkennbare Konvergenzen hinsichtlich der verkehrspolitischen Leitbilder, andererseits planwirtschaftliche Aporien angesichts der Konkurrenz um knappe Ressourcen aufzeigt. In Form eines Kurzberichts wird das "European Centre for Mobility Documentation" (Arnhem, NL) von Gijs Mom und Dick van den Brink (Eindhoven) vorgestellt, das eine vielfältige Schnittstelle für Quellen und Dokumente (nicht nur) zur niederländischen Mobilitätsgeschichte bietet. Burghard Ciesla erläutert die eigentümliche Rolle der "Deutschen Reichsbahn" in Westberlin vor der Wiedervereinigung. Ebenfalls um Berlin dreht sich der Projektbericht von Max Hirsch, der die "Geisterbahnhöfe" in Berlin thematisiert, jene in Ost-Berlin gelegenen, aber von westlichen S- und U-Bahnlinien durchfahrenen und für Publikumsverkehr gesperrrten ehemaligen Haltepunkte.

Internationale Perspektiven verfolgt Deike Peters in ihrem Projektbericht über "Neue Urbanität durch Dichte? Stadtregionaler Wandel in Los Angeles", der die Widersprüche und Dynamiken metropolitaner Verkehrspolitik am Beispiel von L.A. analysiert. Nach Modernität und Mobilität in der Spiegelung von Pressekarikaturen im osmanischen Istanbul (1908-1923) fragt ein Projekt von Yaprak Tütün. Schließlich präsentiert Sven Kesselring das "Cosmobilities-Network", ein von der DFG unterstütztes Forschernetzwerk zur Verkehrsforschung, und Hans Ulrich Schiedt stellt das "Projekt Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz' und die Institution ViaStoria - Zentrum für Verkehrsgeschichte" an der Universität Bern vor.

In der Rubrik "Forum" geht Martin Baumeister - im Hinblick auf die derzeit aktuellen Debatten über die "europäische Stadt" - auf die Besonderheiten des italienischen Städtewesens ein. Sein Artikel "Von den cento citta zur postindustriellen urbanen Landschaft: Bemerkungen zur Rolle der Stadt in der Geschichte Italiens seit der nationalen Einigung" gibt einerseits einen Abriss zur realen Urbanisierung Italiens seit Mitte des 19. Jahrhunderts, andererseits zur italienischen Debatte über die Rolle der Städte und der Urbanisierung im Kontext nationaler Geschichtsschreibung und Identitätskonstruktion.

Im allgemeinen Berichtsteil werden in einem Sammelbericht einzelne Sektionen der Stockholmer Stadtgeschichtskonferenz vom Sommer 2006 referiert. Florian Urban skizziert die 2. Jahreskonferenz des Transatlantischen Graduiertenkollegs Berlin/New York über "Divided Cities" vom Oktober 2006. Marc Schalenberg berichtet über eine Londoner Konferenz "Metropolis and State in Early Modern Europe" vom März 2006. Anlässlich der Eröffnung des MA-Studiengangs Historische Urbanistik/ Historical Urban Studies an der TU Berlin zum WS 2006/07 werden die derzeit in Deutschland angebotenen stadtgeschichtlichen MA-Studiengänge kurz vorgestellt.

Weitere Informationen: 

Dr. phil. Christoph Bernhardt
Telefon: 033 62/793/-280
E-Mail: christoph.bernhardt@alumni.tu-berlin.de

Dieter Schott
Telefon: 06151/16 20 44
E-Mail: schott@pg.tudarmstadt.de

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