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Difu-Berichte 4/2002 - Denkmalpflege in Deutschland/Studie zum Kulturerbe in Europa

Denkmalpflege in Deutschland

Studie zum Kulturerbe in Europa

Im Rahmen des von 1999 bis 2000 durchgeführten Pilotprojekts "Study Programme on European Spatial Planning (SPESP)" zur europäischen räumlichen Planung erschienen ein Endbericht sowie sieben Teilberichte zu einzelnen Kriterien der räumlichen Differenzierung der EU: geographische Lage, räumliche Integration, ökonomische Stärke, Naturerbe, kulturelles Erbe, Flächennutzungsdruck und soziale Integration. An dem Pilotprojekt beteiligten sich Forschungseinrichtungen aus 15 europäischen Staaten, die sich mit dem Thema Raumordnung befassen. Die Berichte, unter denen sich auch einer zum Thema "Kulturerbe" befindet, befassen sich überwiegend mit Indikatoren der räumlichen Planung der europäischen Regionen.


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Präsenz von Kulturstätten (Ausschnitt)
Quelle: Italian Touring Club,
Berechnungen des BBR

Im Rahmen des Programms wurde ein Netzwerk von Forschungsinstituten auf europäischer Ebene entwickelt: European Spatial Planning Observatory Network (ESPON). Für Deutschland hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in diesem Netzwerk die Federführung übernommen. Das BBR führt seine bisherige Funktion als "National Focal Point" in der neu gestarteten Phase des operationellen Programms (ESPON 2006 Programms) als "ESPON Contact Point weiter".

"Kulturerbe" - der Ansatz der Studie
Das Deutsche Institut für Urbanistik war maßgeblich an dem vom BBR unter dem Titel "Kriterien für die räumliche Differenzierung des EU-Territoriums. Kulturerbe" herausgegebenen Bericht beteiligt. Ziel der Studie war es, Indikatoren zu bestimmen, die Hinweise zur Bedeutung des kulturellen Erbes geben können, um dadurch Maßstäbe für die Wichtigkeit und gleichzeitige Gefährdung der historischen Städte, Bau- und Bodendenkmäler und Ensembles festlegen zu können. Der Ansatz der Studie zum Kulturerbe im Rahmen des Studienprogramms zur europäischen Raumplanung - nämlich Denkmalpflege, die sozioökonomische und nachhaltige Entwicklung vorrangig zu betrachten - findet gegenwärtig in Fachwelt und Politik großen Anklang. Im ersten Teil des Berichts werden die theoretischen Grundlagen erläutert, an denen sich die Studie orientiert. Im Anschluss folgen eine Darstellung des Themas Kulturlandschaften und Untersuchungen zu Kulturstädten, historischen und religiösen Gebäuden sowie archäologischen Stätten. Anhand von ausgewählten Indikatoren wurden die "Signifikanz" und "Gefährdung" des europäischen Kulturerbes berechnet und auf dieser Grundlage Karten erstellt und interpretiert. Im Schlussteil der Arbeit werden politische Optionen vorgeschlagen und ein Ausblick auf mögliche zukünftige Untersuchungen zu dem Thema gegeben.

Ausgewählte Ergebnisse
Der Anteil der Denkmäler am Gebäudebestand variiert unter den europäischen Ländern zwischen zwei (England) und zehn Prozent (Schweiz). Deutschland nimmt hier mit einem geschätzten Anteil von drei bis fünf Prozent einen Mittelplatz ein, In Berlin stehen vier Prozent aller Gebäude unter Denkmalschutz. Wenngleich dieser Anteil nicht sehr hoch erscheint, wird das Kulturerbe und damit der geschichtliche Reichtum der verschiedenen Länder als ein immer wichtigeres Thema der räumlichen Planung in Europa angesehen.

Angesichts der schlechten statistischen Ausgangslage kann die Studie als ein erster Schritt für eine europaweite "weisere" Nutzung des kulturellen Erbes durch räumliche Planung gelten. Verlässliche Indikatoren für die Qualität, Bedeutung und zukünftige Entwicklung der Kulturgüter müssen noch entwickelt werden, da die Lücken hinsichtlich der Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit von Daten gegenwärtig noch zu groß sind.

Auf europäischer Ebene besteht nach wie vor ein Forschungsbedarf über Anzahl und Qualität von Denkmälern und Ensembles sowie über "modernere" Dokumentationsmöglichkeiten und Instrumente. Studien hierzu sollten von der EU initiiert werden. Deshalb wird die Fortführung des ESPON-Projekts von allen beteiligten Institutionen begrüßt.

Das Heft "Kulturerbe" enthält einen Aufsatz des Difu und einen Beispiel-Fragebogen mit Angaben zu Denkmalstruktur und Instrumenten sowie Fallbeispiele, Adressen wichtiger Institutionen und Literaturangaben. Der Difu-Aufsatz geht auf die Situation der Denkmalpflege in Deutschland ein. Besondere Beachtung wird dabei der aktuellen Debatte vor dem Hintergrund der europäischen Perspektive beigemessen. Die in dem Themenheft enthaltenen Beiträge des Difu wurden zusätzlich in einer englischen Fassung unter dem Titel "Preservation in Germany and the Study on Cultural Assets in Europe" als "Occasional Paper" veröffentlicht, das über die Difu-Homepage abgerufen werden kann unter
http://www.difu.de/english/occasional/preservation-cultural-assets.shtml.

Bestellung des Berichts

"Kriterien für die räumliche Differenzierung des EU-Territoriums: Kulturerbe"
Forschungen100.1
BBR, Bonn
Telefon: 01888/401-2209
Telefax: 01888/401-2292
E-Mail:
selbstverlag@bbr.bund.de

Weitere Informationen:

Dipl.-Soz. Claus-Peter Echter
Telefon: 0221/340308-11
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echter@difu.de

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