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Difu-Berichte 3/4/2016 - Fokus Ostdeutschland: Klimaschutz als Herausforderung

Faktoren für den Erfolg vor Ort

Logo des Service- und Kompetenzzentrums:Kommunaler Klimaschutz (SK:KK)Ob knappe Haushaltskassen, Personalengpässe oder Gemeinde- und Kreisgebietsreformen mit wechselnden Zuständigkeiten in der Verwaltung: Neben Herausforderungen wie diesen lassen Themen wie hohe Arbeitslosigkeit, unsichere Wirtschaftslage und demographischer Wandel den Klimaschutz in ostdeutschen Kommunen noch allzu oft in der Hintergrund treten.

Im Osten noch deutlich mehr Förderung möglich

Das merkt auch das Team des Service- und Kompetenzzentrums: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) bei seiner Arbeit. Zwar wurde die Frequenz von Fach- und Informationsveranstaltungen in Städten und Gemeinden der neuen Bundesländer weiter erhöht und auch die Anzahl der Beratungsgespräche steht in einem angemessenen Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Und dennoch beantragen ostdeutsche Kommunen am Ende signifikant weniger Fördermittel, die das Bundesumweltministerium (BMUB) durch die Kommunalrichtlinie (KRL) zur Verfügung stellt: Vergleicht man die abgerufenen KRL-Fördermittel pro 100.000 Einwohner, belegen die ostdeutschen Bundesländer unter den Flächenstaaten die hinteren Plätze.

Kommunale Akteure für den Klimaschutz gewinnen

Mit Blick auf die nationalen Klimaschutzziele hat das BMUB den Auftrag des SK:KK zum 1. Juli 2016 erweitert: Fortan unterstützt das SK:KK Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem noch umfangreicheren Informations- und Veranstaltungsportfolio. Das Ziel: Kommunale Akteure von konkreten Vorteilen des Klimaschutzes überzeugen und zum Handeln bewegen. Insbesondere Kommunen – nicht nur in Ostdeutschland –, die bislang im Klimaschutz noch nicht oder wenig aktiv sind, sollen so in den kommenden Jahren erreicht werden und von der Förderung im Rahmen der KRL profitieren.

Vernetzung kommunaler Entscheidungstragender in Uebigau-Wahrenbrück

Wie wichtig die Vernetzung kommunaler Klimaschutzakteure auf Entscheidungsebene ist, zeigte sich auch bei einem vom SK:KK veranstalteten Arbeitstreffen mit dem Titel "Klimaschutz in Bildungseinrichtungen". Im brandenburgischen Uebigau-Wahrenbrück tauschten sich zahlreiche kommunale Entscheidungstragende zu Herangehensweisen und Erfolgsmodellen aus. Das Fachpersonal aus Verwaltung und Praxis aus Brandenburg zeigte dabei vor allem eines: großes Interesse, den Klimaschutz stärker in der Region zu verankern.

Klimaschutz erlebbar machen

Andreas Claus, Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück, hält es dabei für entscheidend, systemisch vorzugehen und stets die Verstetigung der Projekte im Blick zu haben, um nachhaltige Erfolge beim Klimaschutz zu erreichen. Die hängen zudem zu einem großen Teil davon ab, wie das Thema für jeden Einzelnen erfahrbar gemacht wird, etwa durch Aktionstage vor Ort. Wichtig für die Kommunen ist es, Klimaschutz nicht isoliert zu betrachten, sondern ihn mit anderen relevanten Themen wie Bildung, Gesundheit oder Mobilität zu verknüpfen. Nicht zuletzt beweist die Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück selbst, dass eine geringe Einwohnerzahl kein Argument gegen Engagement im Klimaschutz ist: Obwohl die Stadt nur 5.500 Einwohner hat, beschäftigt sie seit diesem Jahr ihren eigenen Klimaschutzmanager.

Klimaschutz als Zukunftsaufgabe – Imagegewinn inklusive

Auf dem Weg zu mehr Klimaschutz hielten es die Teilnehmenden der Veranstaltung in Uebigau-Wahrenbrück für entscheidend, alle relevanten Akteure aus Wirtschaft und Politik am Prozess zu beteiligen. Dazu gehört, die Vorteile des Aktionsfelds Klimaschutz besser herauszustellen, denn in Zeiten knapper Kassen reicht "Der Umwelt zuliebe" als Argument kaum mehr aus. Relevanter sind da Einspar- und Haushaltsentlastungsmöglichkeiten, die Klimaschutz mit sich bringt. Zudem können kommunale Klimaschutzprogramme regionale Wertschöpfungsketten stärken und das Image einer Kommune positiv gestalten. Gerade für ostdeutsche Kommunen sind die Chancen sehr gut: Sie können regional zum Vorreiter im Klimaschutz werden – eine Zukunftsaufgabe, bei der sie das SK:KK mit Expertise und Praxisnähe begleitet.

Weitere Informationen: 

Taina Niederwipper, M.A.
Telefon: 030/39001-172
E-Mail: niederwipper@difu.de

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